Erasmus+-Schulpartnerschaften mit Kirgistan
Berufsbildung vom Lech bis zum Tian-Shan-Gebirge
Ankunft der deutschen Delegation im Lyceum Nr.5 in Bishkek, hier Begrüßung durch das Schulleitungsteam.
Johannes Münch
Deutsch - Кыргызча - Русский - English
Warum reist ein Neusäßer Berufsschullehrer überhaupt nach Kirgistan, wenn er weder Bergsteiger noch Backpacker ist? Diese Frage stellte sich, als die Pfingstferien 2024 näher rückten und das Reiseziel nicht Südtirol hieß, sondern Zentralasien. Die Antwort war biografisch, weil der beste Freund des Verfassers vor 13 Jahren eine Kirgisin geheiratet, Deutschland verlassen hatte und seitdem wiederkehrend beharrlich nach Kirgistan einlud.
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Kirgistan-Fieber
Die spannendere Frage folgte, nämlich „Warum kehrt er kaum sechs Wochen später, in den Sommerferien, für weitere fünf Wochen zurück?“ Auch diese Antwort war ebenso schlicht wie überzeugend: Er hatte sich angesteckt, angesteckt mit dem Kirgistan-Fieber. Dieses weniger bekannte Land an der Westgrenze Chinas entfaltet seinen Reiz ganz leise, aber nachhaltig, durch seine Landschaften, das Tian-Shan-Gebirge, den Yssyk-Köl-See, seine Kultur, die Gastfreundschaft und diese wirtschaftliche Aufbruchstimmung, die an jeder Ecke, nicht nur in der Hauptstadt Bishkek, bei der sehr jungen Bevölkerung spürbar ist. Es war eindeutig Asien, fühlte sich aber durch die allgegenwärtige sowjetisch-kulturelle Prägung für uns Europäer überraschend vertraut an. Genau diese Mischung aus Fremde und Nähe machte und macht den besonderen Reiz der „Schweiz Zentralasiens“ aus.
Wenn Erasmus plötzlich an der Tür steht
Bildungsprojekte beginnen selten am Schreibtisch, sondern mitunter auch im Lieblingscafé. Kurz gesagt, nach drei Hochsommerwochen fiel der Blick vom Kaffeetisch auf ein Schild mit dem dunkelblauen Signet „Erasmus-Büro Kirgistan“, das zufällig im gleichen Gebäude ansässig war. Dass der Verfasser wenige Wochen zuvor selbst mit Erasmus+ in Irland unterwegs gewesen war, motivierte dazu, sechs Stockwerke höher ein erstes Gespräch zu führen. Weitere Termine bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit sowie im Zentralasien-Büro der Hanns-Seidel-Stiftung folgten, und aus der spontanen Idee entwickelte sich eine tragfähige Projektskizze. Eine Projektskizze übrigens, die alle Beteiligten schon vorab als vielversprechend einschätzten.
Netzwerke statt Reißbrett
Das Klinkenputzen setzte sich fort. Der langjährige Freund war ja Schulleitungsmitarbeiter an einer Cambridge High School mit beruflicher Orientierung, und mit dem Einverständnis seiner Schulleiterin Selly Gupta war ein erster Projektpartner, die Silk Road International School SRIS, gefunden. Und wie der Zufall es wollte, lag eine zweite Berufsschule, das Professionelle Lyceum Nr. 5, nur wenige Meter vom Hotel entfernt auf dem Weg. Nach der Kaltakquisition entstand auch dort ein herzlicher Kontakt zur Schulleiterin Elionera Ishekeeva und Ideen wurden ausgetauscht. Aus einzelnen Begegnungen wuchs nach und nach ein belastbares Netzwerk.
Von der Idee zum Projekt
Zurück in Bayern stieß die Projektidee auch bei den Schulleitungen Rainer Bartl (Berufliches Schulzentrum Neusäß), Dietmar Bauer und Manuela Meixner (Berufliche Oberschule Neusäß) auf offene Ohren, und zügig wurde eine klare Struktur mit gegenseitigen Besuchen auf Schulleitungsebene, Job-Shadowing für Lehrkräfte und einem perspektivischen Schüleraustausch greifbar. Mit diesem Konzept gelang es auch, das Erasmus+-Büro am ISB in München zu begeistern, und aus der lose gewachsenen Idee wurde ein konkretes, finanziell unterlegtes Vorhaben.
Damit begann die Umsetzungsphase mit Detailplanung, Abstimmung, Buchungen sowie der Ausarbeitung einer umfangreichen Agenda zusammen mit den kirgisischen Partnern für zehn Besuchstage. Und schneller als gedacht wurden die Koffer gepackt, und die internationale Berufsschulkooperation ging an den Start.
Stufe 1 – Besuch der bayerischen Schulleitungen
Vom 11. bis 20. April 2025 besuchte eine Delegation des Beruflichen Schulzentrums Neusäß und der Beruflichen Oberschule Neusäß im Rahmen des Erasmus+-Projekts die kirgisische Hauptstadt Bischkek. Das Erasmus+-Projekt markierte den Auftakt einer neuen Bildungsbrücke zwischen Bayern und Zentralasien. Zur Delegation gehörten der Ministerialbeauftragte Dietmar Bauer, Manuela Meixner, Schulleiterin der Beruflichen Oberschule Neusäß, Rainer Bartl, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Neusäß, sowie Daniela Matheis, Sabine Schelewsky und Johannes Münch, der die Partnerschaft initiiert und organisatorisch begleitet hatte.
Zwei Partnerschulen – zwei Bildungssysteme
Im Mittelpunkt des Aufenthalts standen Besuche am Professionellen Lyceum Nr. 5 und an der Silk Road International School in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Damit trafen zwei unterschiedliche, zugleich komplementäre Bildungssysteme aufeinander, eine staatliche, dreijährige Handwerksberufsschule mit zwölf Berufsfeldern nach ehemals sowjetischem Modell sowie seit kurzem mit einem Deutschangebot und eine private Cambridge-Highschool mit internationaler Ausrichtung, beruflicher Orientierung und dem bei den Schülern sehr beliebten Wahlfach Deutsch.
Schulische Veranstaltungen und Aufführungen, Unterrichtshospitationen, Werkstattführungen sowie Gespräche mit der Abteilungsleiterin Berufliche Grundausbildung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Kirgisischen Republik, Gulnura Mamyrova, dem Direktor des Republikanischen Wissenschaftlichen und Methodischen Zentrums, Karabaev Akbaraly Davletalievich, mit Praktikumsbetrieben und weiteren Partnern ermöglichten einen äußerst greifbar differenzierten Einblick in das kirgisische Berufsbildungssystem und die Schullandschaft.
Schule als Ort von Kultur und Identität
Einer der zahlreichen Höhepunkte der Reise war die offizielle Begrüßungsfeier im Lyceum Nr. 5, bei der Schülerinnen und Schüler traditionelle Tänze und Gesänge aufführten. Besonders eindrucksvoll war in diesem Rahmen die Rezitation ausgewählter Verse aus dem nationalen Epos Manas in der Tradition der Manaschi, ein Moment, der die tiefe kulturelle Verwurzelung kirgisischer Bildung bei Schüler- und Lehrerschaft eindrucksvoll erfahrbar machte.
Aber auch an der Silk Road International School wurde die Delegation überwältigend herzlich empfangen. Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs Deutsch präsentierten unter Leitung von Tschinara Bapyschowa und Gulmira Sharabidinova Vorträge und Darbietungen in deutscher Sprache mit höchster Motivation. Einige von ihnen sprachen sogar nahezu akzentfrei Deutsch, ohne jemals Deutschland besucht zu haben.
Pädagogische Inspiration und internationale Perspektiven
Weitere sehr beeindruckende Impulse bot auch der Besuch der Kreativ-Taalim-Schule, einer privaten, von den beiden Direktorinnen Gulnara Adyrbekova und Salkyn Asankulova gegründeten Schule, die modernen Unterricht in kirgisischer Sprache mit Geschichte und Traditionen des Landes, bis hin zu eigenen Schuljurten verbindet und ein Kirgisisch-Deutsches Innovationszentrum unter der Fachleitung von Diana Arykbaeva zur Förderung der deutschen Sprache in Kirgistan betreibt. Jede Schülerin und jeder Schüler lernen dabei auch, eine der beiden Schuljurten praktisch auf- und abzubauen, die Komuz, eine kirgisische Laute, zu spielen und landestypische Filzarbeiten wie bunte Filzteppiche, Mützen und die für Kirgistan typischen Hüte, die Ak-Kalpak, anzufertigen.
Aber auch die Führungen durch zwei Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetriebe, die auf innovative Kläranlagen spezialisierte Binteq Group und das Hotel Hyatt Regency Bishkek, rundeten zusammen mit dem Besuch der American University of Central Asia unter dem Aspekt einer internationalisierten Studienwahl deutscher Absolventen an einer der 21 Universitäten Bishkeks die umfangreiche Agenda zielführend ab.
Ergänzt wurde das vielseitige Programm zusätzlich durch ein ausgiebiges Fachgespräch mit Stefan Demuth, dem Fachberater Deutsch in Kirgistan der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der zusätzlich seine Erfahrungswerte als Deutschmultiplikator und seine persönlichen Einschätzungen aus deutscher Perspektive vermittelte.
Besuche des Nationalen Historischen Museums der Kirgisischen Republik, des riesigen Osh-Basars, der Zentralmoschee nach dem baulichen Vorbild der Hagia Sophia in Istanbul, der russisch-orthodoxen Hauptkirche, einer Ballettaufführung von Schwanensee in der Oper von Bischkek sowie landeskundliche Exkursionen unter anderem zum Supara-Ethno-Komplex und in den nahegelegenen Tian-Shan-Gebirgsraum vertieften die interkulturellen Eindrücke und den gegenseitigen Austausch nachhaltig.
Perspektiven für die Zusammenarbeit
Ziel des Projekts war und ist der längerfristige Aufbau von gegenseitigen Job-Shadowing-Programmen, Lehrkräftefortbildungen und Schüleraustauschen mit den kirgisischen Partnerschulen. Entsprechende Kooperationsvereinbarungen wurden feierlich von Dietmar Bauer, Selly Gupta, Elionera Ishekeeva und Rainer Bartl unterzeichnet, und die kirgisischen Schulleitungen zum Gegenbesuch nach Neusäß herzlich eingeladen
Nicht zuletzt schwingt auch die Möglichkeit mit, kirgisische Absolventinnen und Absolventen mit kirgisischem Berufsabschluss oder Cambridge-Abschluss für eine weitere duale Ausbildung oder ein Studium in Bayern zu begeistern. Eine Initiative der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz ist hier unter anderem mit dem Landkreis Cham bereits im Tourismus- und Handwerksbereich erfolgreich tätig.
PaxMaT – Dankeschön
Ein besonderer Dank gilt auch Diana Arykbaeva von der Kreativ-Taalim-Schule und Sabine Schelewsky von der FOSBOS Neusäß für die höchstprofessionellen kirgisisch-russisch-deutschen Simultanübersetzungen während des gesamten Aufenthalts. Darüber hinaus haben auch unsere Fremdenführerin Tani An, der Mitarbeiter der Schulleitung der SRIS Richard Heider, die stellvertretende Schulleiterin des Lyceum Nr. 5 Gulzada Usupova, die Schulleitungsteams aller gastgebenden Schulen, die gesamte Lehrerschaft und vor allem die vielen Schülerinnen und Schüler mit ihren Beiträgen und viel Herzblut dazu beigetragen, diese Exkursion nach Kirgisistan überhaupt so eindrucksvoll gelingen zu lassen.
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Кесиптик билим берүүнүн Лех дарыясынан Тянь-Шань тоолоруна чейинки жолу
Кыргызстан менен “Erasmus+” мектептик өнөктөштүктөр
Эмне үчүн Нойзэстен келген кесиптик мектептин мугалими Кыргызстанга барат, эгер ал альпинист да, рюкзак көтөргөн саякатчы да болбосо?
Бул суроо 2024-жылдагы Ыйык Үч Бирдик майрамына жакындаганда пайда болду, анткени сапардын багыты Түштүк Тироль эмес, Борбордук Азия болчу. Жооп биографиялык мүнөздө эле: автордун эң жакын досу 13 жыл мурда кыргыз кызына үйлөнүп, Германиядан кетип, ошондон бери Кыргызстанга кайра-кайра чакырып келген.
Кыргызстан илдети
Андан да кызыктуураак суроо кийинчерээк жаралды: эмне үчүн ал болгону алты жума өткөндөн кийин жайкы каникул маалында дагы беш жумага кайра келет? Жооп жөнөкөй жана ынанымдуу болчу: ал “Кыргызстан илдетине” чалдыккан эле. Кытайдын батыш чек арасында жайгашкан бул анча белгилүү эмес өлкө өзүнүн кооз табияты, Тянь-Шань тоолору, Ысык-Көл көлү, маданияты, меймандостугу жана өзгөчө жаш калктын арасынан сезилген экономикалык жандануусу аркылуу акырын, бирок туруктуу таасир калтырат. Бул чыныгы Азия эле, бирок советтик маданий издердин айкын сезилиши европалыктар үчүн таң калыштуу түрдө тааныш көрүнүш жаратты. Дал ушул бөтөндүк менен жакындыкты айкалыштырган өзгөчөлүк “Борбордук Азиянын Швейцариясы” деген аталыштын маңызын түзөт.
Erasmus күтүлбөгөн жерден эшик какканда
Билим берүү долбоорлору көп учурда жазуу столунан эмес, кээде сүйүктүү кафеде башталат. Кыскасы, жайдын ысык үч жумасынан кийин кофенин үстүндө отуруп, ошол эле имаратта жайгашкан “Erasmus Кыргызстан кеңсеси” деген кочкул көк белгиге көз түшөт. Автор өзү бир нече жума мурун Erasmus+ программасы менен Ирландияда болгондуктан, алты кабат жогору чыгып, алгачкы сүйлөшүү жүргүзүүгө түрткү алган. Андан кийин Германиянын Эл аралык кызматташтык коому (GIZ) жана Ханнс-Зайдель фондуунун Борбордук Азиядагы кеңсеси менен жолугушуулар өтүп, стихиялуу идея ишке жарамдуу долбоор концепциясына айланган. Бул концепцияга катышкандардын баары башынан эле чоң мүмкүнчүлүк бар экенин белгилешкен.
Сызма тактай эмес, тармактар
Байланыш түзүү улантылды. Автордун досу кесиптик багыттагы Cambridge High School мектебинде жетекчилик кызматта иштегендиктен, директор Селли Гуптанын макулдугу менен биринчи өнөктөш – Silk Road International School (SRIS) табылды. Кокустан экинчи кесиптик мектеп – №5 Кесиптик лицей – мейманкананын жанында эле жайгашкан болуп чыкты. Ал жакта да директор Элионера Ишекеева менен жылуу байланыш түзүлүп, идеялар алмашылды. Ушундайча өзүнчө жолугушуулардан бекем өнөктөштүк тармагы калыптана баштады.
Идеядан долбоорго
Баварияга кайтып келген соң бул идея Нойзэсстеги кесиптик мектептердин жетекчилери Райнер Бартл, Дитмар Бауэр жана Манюэла Мейкснер тарабынан колдоого алынды. Кыска убакыттын ичинде жетекчилердин өз ара сапарлары, мугалимдер үчүн job-shadowing жана келечектеги окуучулар алмашуусу камтылган так структура түзүлдү. Бул концепция Мюнхендеги ISBдеги Erasmus+ кеңсесин да ынандырып, демилге каржылык негизделген реалдуу долбоорго айланды.
1-баскыч – Бавариялык мектеп жетекчилеринин сапары
2025-жылдын 11–20-апрелинде Нойзэсстеги Кесиптик мектеп борборунун жана Кесиптик жогорку мектебинин делегациясы Erasmus+ долбоорунун алкагында Бишкекке барды. Бул сапар Бавария менен Борбордук Азиянын ортосунда жаңы билим берүү көпүрөсүнүн башталышы болду. Делегация курамына министрлик өкүлү Дитмар Бауэр, Кесиптик жогорку мектептин директору Манюэла Мейкснер, Кесиптик мектеп борборунун директору Райнер Бартл, ошондой эле долбоорду демилгелеп, уюштурган Йоханнес Мюнх кирди.
Эки өнөктөш мектеп – эки билим берүү системасы
Сапардын жүрөгүндө №5 Кесиптик лицейге жана Silk Road International School мектебине баруулар болду. Бул жерде эки ар башка, бирок бири-бирин толуктаган билим берүү модели – советтик негиздеги мамлекеттик кесиптик лицей жана эл аралык багыттагы жеке Cambridge мектеби – жолугушту.
Мектеп – маданият жана өздүктүн борбору
Лицейдеги расмий тосуп алуу аземинде окуучулар салттуу бийлерди жана ырларды аткарышты. Айрыкча “Манас” эпосун манасчынын салты боюнча айтуусу кыргыз билим берүүсүнүн терең маданий тамырын таасирдүү көрсөттү. SRIS мектебинде да немец тилин тандаган окуучулардын жогорку деңгээлдеги көрсөтүүлөрү өзгөчө таасир калтырды.
Педагогикалык шыктануу жана эл аралык келечек
Креатив-Таалим мектебине баруу, инновациялык ишканалардагы тажрыйба, Hyatt Regency мейманканасы жана Борбордук Азия Америкалык университети (AUCA) менен таанышуу программаны мазмундуу толуктады.
Кызматташтык перспективалары
Долбоордун максаты – узак мөөнөттүү мугалимдерди алмашуу, кесиптик жогорулатуу жана окуучулар алмашуусун түзүү. Тиешелүү келишимдерге кол коюлуп, кыргыз мектеп жетекчилери Нойзэсске чакырылды.
PaxMaT – ыраазычылык
Кыргыз-орус-немис синхрондук котормолорду камсыз кылган бардык адистерге, мектеп жамааттарына жана өзгөчө окуучуларга терең ыраазычылык билдирилет.
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Профессиональное образование от Леха до Тянь-Шаня
Школьные партнёрства Erasmus+ с Кыргызстаном
Почему преподаватель профессиональной школы из Нойзэса вообще едет в Кыргызстан, если он не альпинист и не бэкпекер?
Этот вопрос возник, когда приближались каникулы Пятидесятницы 2024 года, а пунктом назначения оказалась не Южный Тироль, а Центральная Азия. Ответ был биографическим: лучший друг автора 13 лет назад женился на кыргызстанке, покинул Германию и с тех пор настойчиво и регулярно приглашал его в Кыргызстан.
Кыргызстан-лихорадка
Более интересный вопрос возник позже: почему он возвращается туда всего через шесть недель, уже во время летних каникул, ещё на пять недель? Ответ был столь же прост, сколь и убедителен: он «заразился» Кыргызстаном. Эта малоизвестная страна на западной границе Китая раскрывает своё очарование тихо, но устойчиво — через свои ландшафты, горы Тянь-Шаня, озеро Иссык-Куль, культуру, гостеприимство и особое ощущение экономического подъёма, которое чувствуется повсюду, не только в столице Бишкеке, особенно среди очень молодого населения. Это была безусловно Азия, но благодаря повсеместному советско-культурному наследию она казалась европейцам удивительно знакомой. Именно это сочетание чуждости и близости и составляло, и до сих пор составляет, особое очарование «Швейцарии Центральной Азии».
Когда Erasmus внезапно стоит у двери
Образовательные проекты редко начинаются за письменным столом, иногда — в любимом кафе. Короче говоря, после трёх знойных летних недель взгляд с кофейного столика упал на табличку с тёмно-синим логотипом «Erasmus-Бюро Кыргызстан», которое случайно располагалось в том же здании. Тот факт, что автор всего несколькими неделями ранее сам участвовал в программе Erasmus+ в Ирландии, стал стимулом подняться на шесть этажей выше и провести первую беседу. За этим последовали встречи в Германском обществе по международному сотрудничеству (GIZ), а также в центральноазиатском офисе Фонда Ханнса Зайделя. Из спонтанной идеи постепенно сформировалась устойчивая проектная концепция — причём такая, которую все участники уже на раннем этапе сочли весьма перспективной.
Сети вместо кульмана
Установление контактов продолжилось. Многолетний друг автора работал в руководстве Cambridge High School с профессиональной ориентацией, и с согласия её директора Селли Гупты был найден первый проектный партнёр — Silk Road International School (SRIS). И, по счастливой случайности, вторая профессиональная школа — Профессиональный лицей № 5 — располагалась всего в нескольких метрах от отеля по пути следования. После «холодного» первого контакта и там установилось тёплое взаимодействие с директором Элионерой Ишекеевой, были обменяны идеи. Из отдельных встреч постепенно выросла прочная сеть партнёрств.
От идеи к проекту
После возвращения в Баварию проектная идея встретила открытое отношение и со стороны руководства школ: Райнера Бартля (Профессиональный школьный центр Нойзэса), а также Дитмара Бауэра и Мануэлы Мейкснер (Профессиональная высшая школа Нойзэса). В короткие сроки стала вырисовываться чёткая структура с взаимными визитами на уровне руководства школ, программами job-shadowing для преподавателей и перспективным ученическим обменом. С этой концепцией удалось заинтересовать и офис Erasmus+ при ISB в Мюнхене, и из стихийно возникшей идеи сформировался конкретный, финансово обеспеченный проект.
Затем началась фаза реализации с детальным планированием, согласованиями, бронированиями и разработкой насыщенной программы совместно с кыргызскими партнёрами на десять дней визита. И быстрее, чем ожидалось, чемоданы были упакованы, а международное сотрудничество профессиональных школ стартовало.
Этап 1 — визит баварского руководства школ
С 11 по 20 апреля 2025 года делегация Профессионального школьного центра Нойзэса и Профессиональной высшей школы Нойзэса в рамках проекта Erasmus+ посетила столицу Кыргызстана — Бишкек. Этот проект стал отправной точкой новой образовательной «моста» между Баварией и Центральной Азией. В состав делегации вошли министрialный уполномоченный Дитмар Бауэр, директор Профессиональной высшей школы Нойзэса Мануэла Мейкснер, директор Профессионального школьного центра Нойзэса Райнер Бартль, а также Даниэла Матайс, Сабине Шелевски и Йоханнес Мюнх, который инициировал партнёрство и сопровождал его организационно.
Две партнёрские школы — две системы образования
В центре пребывания находились визиты в Профессиональный лицей № 5 и в Silk Road International School в Бишкеке. Здесь встретились две различные, но взаимодополняющие системы образования: государственная трёхлетняя профессиональная школа с двенадцатью направлениями подготовки по бывшей советской модели, недавно дополненная курсами немецкого языка, и частная Cambridge-школа с международной ориентацией, профессиональной направленностью и очень популярным среди учащихся предметом по выбору — немецким языком.
Школьные мероприятия и выступления, посещения уроков, экскурсии по мастерским, а также беседы с руководителем отдела профессионального базового образования Министерства образования и науки Кыргызской Республики Гульнурой Мамыровой, директором Республиканского научно-методического центра Карабаевым Акбаралы Давлеталиевичем, с предприятиями-партнёрами и другими участниками позволили получить исключительно наглядное и дифференцированное представление о системе профессионального образования Кыргызстана и его школьном ландшафте.
Школа как пространство культуры и идентичности
Одним из многочисленных ярких моментов поездки стала официальная церемония приветствия в Лицее № 5, где учащиеся исполнили традиционные танцы и песни. Особенно впечатляющим стало чтение отрывков из национального эпоса «Манас» в традиции манасчи — момент, который наглядно продемонстрировал глубокую культурную укоренённость кыргызского образования как среди учащихся, так и среди преподавателей.
Не менее тёплый приём ожидал делегацию и в Silk Road International School. Учащиеся, выбравшие немецкий язык в качестве предмета по выбору, под руководством Чинары Бапышовой и Гульмиры Шарабидиновой представили доклады и выступления на немецком языке с высочайшей мотивацией. Некоторые из них говорили почти без акцента, ни разу не побывав в Германии.
Педагогическое вдохновение и международные перспективы
Дополнительные сильные импульсы дала и поездка в школу Kreativ-Taalim — частную школу, основанную двумя директорами Гульнарой Адырбековой и Салкын Асанкуловой. Здесь современное обучение на кыргызском языке сочетается с историей и традициями страны, вплоть до собственных школьных юрт. При школе действует Кыргызско-Немецкий инновационный центр под руководством Дианы Арыкбаевой, способствующий продвижению немецкого языка в Кыргызстане. Каждая ученица и каждый ученик учатся на практике устанавливать и разбирать юрты, играть на кому́зе — кыргызском струнном инструменте — и изготавливать традиционные изделия из войлока, такие как ковры, головные уборы и типичные для Кыргызстана калпаки.
Экскурсии на два предприятия практического обучения — инновационную компанию по очистным сооружениям Binteq Group и отель Hyatt Regency Bishkek — в сочетании с визитом в Американский университет Центральной Азии (AUCA) в контексте интернационализированного выбора дальнейшего обучения немецкими выпускниками в одном из 21 университета Бишкека логично дополнили насыщенную программу.
Дополнительно программа была обогащена обстоятельной профессиональной беседой со Стефаном Демутом, консультантом по немецкому языку в Кыргызстане Центрального ведомства по делам школ за рубежом, который поделился своим опытом как «мультипликатор немецкого языка» и личными оценками с немецкой точки зрения.
Посещения Национального исторического музея Кыргызской Республики, огромного Ошского базара, Центральной мечети (построенной по архитектурному образцу собора Святой Софии в Стамбуле), главного русско-православного храма, балетного спектакля «Лебединое озеро» в опере Бишкека, а также страноведческие экскурсии, в том числе в этнокомплекс «Супара» и туристический комплекс «12 Каминoв» в близлежащих горах Тянь-Шаня, углубили межкультурные впечатления и устойчиво укрепили взаимный обмен.
Перспективы сотрудничества
Целью проекта было и остаётся долгосрочное создание взаимных программ job-shadowing, повышения квалификации преподавателей и ученических обменов с кыргызскими партнёрскими школами. Соответствующие соглашения о сотрудничестве были торжественно подписаны Дитмаром Бауэром, Селли Гуптой, Элионерой Ишекеевой и Райнером Бартлем, а руководители кыргызских школ были сердечно приглашены с ответным визитом в Нойзэс.
Не в последнюю очередь рассматривается и возможность заинтересовать кыргызских выпускников с профессиональным или Cambridge-дипломом в прохождении (дополнительного) дуального обучения или получении высшего образования в Баварии. В этом направлении, среди прочего, уже успешно действует инициатива Ремесленной палаты Нижней Баварии – Верхнего Пфальца совместно с районом Хам в сфере туризма и ремесла.
PaxMaT — благодарность
Особая благодарность выражается Диане Арыкбаевой (школа Kreativ-Taalim) и Сабине Шелевски (FOSBOS Нойзэс) за высокопрофессиональные кыргызско-русско-немецкие синхронные переводы на протяжении всего пребывания. Кроме того, значительный вклад внесли экскурсовод Тани Ан, сотрудник руководства SRIS Рихард Хайдер, заместитель директора Лицея № 5 Гульзада Усупова, управленческие команды всех трёх принимающих школ, весь педагогический коллектив и, прежде всего, многочисленные ученицы и ученики, которые своими выступлениями и искренней вовлечённостью сделали эту поездку по-настоящему незабываемой.
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Vocational Education from the Lech River to the Tian Shan Mountains
“Erasmus+” School Partnerships with Kyrgyzstan
Hier ist die englische Übersetzung:
Why Would a Vocational School Teacher from Neusäß Travel to Kyrgyzstan?
Why would a vocational school teacher from Neusäß travel to Kyrgyzstan if he is neither a mountaineer nor a backpacker? This question arose as the 2024 Whitsun holidays approached and the destination was not South Tyrol, but Central Asia. The answer was biographical: thirteen years earlier, the author’s best friend had married a Kyrgyz woman, left Germany, and had since persistently invited him to visit Kyrgyzstan.
Kyrgyzstan Fever
The more intriguing question followed: Why would he return less than six weeks later during the summer holidays for another five weeks? The answer was equally simple and convincing: he had caught the bug — he had caught Kyrgyzstan fever.
This lesser-known country on China’s western border reveals its charm quietly yet profoundly through its landscapes, the Tian Shan Mountains, Lake Issyk-Kul, its culture, hospitality, and the spirit of economic optimism that can be felt everywhere, not only in the capital city of Bishkek, among its remarkably young population. It was unmistakably Asia, yet surprisingly familiar to Europeans because of its ever-present Soviet cultural heritage. It was precisely this combination of foreignness and familiarity that created — and continues to create — the unique appeal of the “Switzerland of Central Asia.”
When Erasmus Suddenly Knocks at Your Door
Educational projects rarely begin at a desk; sometimes they begin in a favorite café.
In short, after three weeks of midsummer, the author’s gaze wandered from his coffee table to a sign bearing the dark-blue logo “Erasmus Office Kyrgyzstan,” which happened to be located in the same building. Having recently participated in an Erasmus+ program in Ireland, he was motivated to walk six floors up and arrange an initial meeting.
Further appointments followed with the German Agency for International Cooperation (GIZ) and the Central Asia Office of the Hanns Seidel Foundation. What began as a spontaneous idea gradually developed into a viable project concept — one that all involved parties considered promising from the outset.
Networks Instead of Drawing Boards
The networking continued.
The author’s longtime friend worked as a member of the school management team at a Cambridge High School with a vocational orientation. With the approval of Principal Selly Gupta, the first project partner was found: the Silk Road International School (SRIS).
As luck would have it, a second vocational school, Professional Lyceum No. 5, was located just a few meters from the hotel along the daily route. After an initial cold approach, a warm relationship quickly developed with Principal Elionera Ishekeeva, and ideas were exchanged. Gradually, a reliable network emerged from these individual encounters.
From Idea to Project
Back in Bavaria, the project proposal was enthusiastically received by the school leadership teams of Rainer Bartl (Vocational School Center Neusäß), Dietmar Bauer, and Manuela Meixner (Vocational Upper Secondary School Neusäß). A clear structure quickly took shape, consisting of reciprocal management visits, job-shadowing opportunities for teachers, and a prospective student exchange program.
This concept also succeeded in inspiring the Erasmus+ Office at the State Institute for School Quality and Educational Research (ISB) in Munich, transforming a loosely developed idea into a concrete, financially supported project.
The implementation phase then began with detailed planning, coordination, travel arrangements, and the development of a comprehensive ten-day agenda together with the Kyrgyz partners. Before long, the suitcases were packed, and the international vocational school partnership was launched.
Phase 1 – Visit of the Bavarian School Leadership Delegation
From April 11 to April 20, 2025, a delegation from the Vocational School Center Neusäß and the Vocational Upper Secondary School Neusäß visited the Kyrgyz capital Bishkek as part of the Erasmus+ project.
The project marked the beginning of a new educational bridge between Bavaria and Central Asia. The delegation included Ministerial Representative Dietmar Bauer, Manuela Meixner, Principal of the Vocational Upper Secondary School Neusäß, Rainer Bartl, Principal of the Vocational School Center Neusäß, as well as Daniela Matheis, Sabine Schelewsky, and Johannes Münch, who had initiated and coordinated the partnership.
Two Partner Schools – Two Educational Systems
The focus of the visit was on Professional Lyceum No. 5 and Silk Road International School in Bishkek.
This brought together two distinct yet complementary educational systems: a state-run three-year vocational school offering twelve trades based on the former Soviet model, recently expanded to include German language instruction, and a private Cambridge High School with an international outlook, vocational orientation, and a highly popular German elective course.
School events and performances, classroom observations, workshop tours, and discussions with Gulnura Mamyrova, Head of Initial Vocational Education at the Ministry of Education and Science of the Kyrgyz Republic, Karabaev Akbaraly Davletalievich, Director of the Republican Scientific and Methodological Center, company representatives, and other partners provided valuable insights into Kyrgyz vocational education and the country’s educational landscape.
School as a Place of Culture and Identity
One of the many highlights of the visit was the official welcome ceremony at Lyceum No. 5, where students performed traditional dances and songs.
Particularly impressive was the recitation of selected verses from the national epic Manas in the tradition of the Manaschi. It was a powerful moment that vividly demonstrated the deep cultural roots of Kyrgyz education among both students and teachers.
The delegation also received an exceptionally warm welcome at Silk Road International School. Students from the German elective course, under the guidance of Tschinara Bapyshova and Gulmira Sharabidinova, delivered presentations and performances in German with remarkable enthusiasm. Some spoke German almost without an accent despite never having visited Germany.
Pedagogical Inspiration and International Perspectives
Further inspiring impressions were gained during a visit to Kreativ-Taalim School, a private institution founded by Principals Gulnara Adyrbekova and Salkyn Asankulova.
The school combines modern instruction in the Kyrgyz language with national history and traditions, including its own traditional yurts. It also operates a Kyrgyz-German Innovation Center under the leadership of Diana Arykbaeva, dedicated to promoting the German language in Kyrgyzstan.
Every student learns how to assemble and dismantle one of the school’s yurts, play the komuz (a traditional Kyrgyz lute), and create traditional felt handicrafts such as colorful felt carpets, hats, and the iconic Kyrgyz Ak-Kalpak.
Additional highlights included visits to two training and internship companies: Binteq Group, specializing in innovative wastewater treatment systems, and the Hyatt Regency Bishkek. These visits, together with a tour of the American University of Central Asia, provided valuable perspectives on international study opportunities for graduates at one of Bishkek’s 21 universities.
The extensive program was further enriched by an in-depth professional discussion with Stefan Demuth, German Language Advisor for Kyrgyzstan at the Central Agency for Schools Abroad, who shared both his expertise as a German-language multiplier and his personal insights from a German perspective.
Visits to the National Historical Museum of the Kyrgyz Republic, the vast Osh Bazaar, the Central Mosque modeled after Istanbul’s Hagia Sophia, the Russian Orthodox Cathedral, a performance of Swan Lake at the Bishkek Opera House, and excursions to the Supara Ethno Complex and the nearby Tian Shan Mountains further deepened the intercultural exchange.
Perspectives for Future Cooperation
The goal of the project has always been the long-term development of reciprocal job-shadowing programs, teacher training initiatives, and student exchanges with the Kyrgyz partner schools.
Corresponding cooperation agreements were ceremonially signed by Dietmar Bauer, Selly Gupta, Elionera Ishekeeva, and Rainer Bartl, while the Kyrgyz school leaders were warmly invited to make a return visit to Neusäß.
The initiative also carries the potential to inspire Kyrgyz graduates holding vocational qualifications or Cambridge diplomas to pursue further dual vocational training or academic studies in Bavaria. In this context, a program led by the Chamber of Skilled Crafts of Lower Bavaria–Upper Palatinate has already achieved success in cooperation with the District of Cham in the tourism and skilled trades sectors.
PaxMaT – Acknowledgements
Special thanks go to Diana Arykbaeva of Kreativ-Taalim School and Sabine Schelewsky of FOSBOS Neusäß for providing highly professional Kyrgyz-Russian-German simultaneous interpretation throughout the entire visit.
Additional gratitude is extended to our tour guide Tani An, SRIS school management member Richard Heider, Gulzada Usupova, Vice Principal of Lyceum No. 5, the leadership teams of all host schools, the teaching staff, and above all the many students whose enthusiasm, contributions, and dedication made this educational journey to Kyrgyzstan such an unforgettable success.
Diese Fassung ist stilistisch für eine englischsprachige Zeitschrift, Schulpublikation oder Erasmus+-Dokumentation geeignet und orientiert sich an angelsächsischen Bildungs- und Projektberichten.

















































