19. Januar 2026

Erasmus+-Schulpartnerschaften mit Kirgistan

Berufsbildung von der Seidenstraße bis zum Lech

Johannes Münch

Deutsch - Кыргызча - Русский - English

Wer ein Austauschprogramm mit Kirgisistan erlebt hat, weiß, dass ein Gegenbesuch keine organisatorische Routine ist, sondern besonders herausfordert. Kirgisische Schulen empfangen ihre Gäste mit einer Selbstverständlichkeit, Herzlichkeit und kulturellen Offenheit, die tief in familiären und gesellschaftlichen Traditionen verwurzelt sind.

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Zeit, Aufmerksamkeit und persönliche Nähe spielen dabei eine zentrale Rolle, also Faktoren, die sich weder vollständig planen noch eins zu eins in den strukturierten Alltag einer bayerischen beruflichen Schule übertragen lassen.

Vor diesem Spannungsfeld standen das Berufliche Schulzentrum Neusäß und die Berufliche Oberschule Neusäß, als vom 15. bis 22. Oktober 2025 eine Delegation mit Elionera Ishekeeva, Selly Gupta, Gulzada Usopova und Richard Heider, kirgisische Schulleiterinnen und Stellvertreter, zu einem einwöchigen Gegenbesuch begrüßt wurde. Die Frage war dabei nicht, wie sich kirgisische Gastfreundschaft imitieren ließe, sondern wie auf bayerisch schwäbische Weise professionell und ohne folkloristische Inszenierung der nicht existenten Schulblasmusik den eigenen Ansprüchen entsprochen werden kann. Entsprechend wurde bewusst auf ein repräsentatives Rahmenprogramm verzichtet. Der Gegenbesuch wurde stattdessen als Teilhabe am bayerischen Berufsbildungssystem und als gegenseitig fachlicher Austausch direkt aus der Berufsschulpraxis heraus verstanden.

Ankommen

Der erste Tag diente der Orientierung. Nach dem langen Nachtflug standen nicht Programmhöhepunkte, sondern das herzliche Wiedersehen und das Ankommen im Mittelpunkt. Der Empfang durch die Schulleitungen Dietmar Bauer, Manuela Meixner und Rainer Bartl markierte den formalen Beginn der Erasmus+-Woche. In offener Gesprächsatmosphäre wurden Struktur, Schülerklientel und pädagogisches Profil der beiden gastgebenden Schulen vorgestellt. Beim gemeinsamen Mittagessen im Schülercafé und während eines Rundgangs durch das Schulhaus erhielten die Gäste erste Einblicke in den Schulalltag. Bereits hier wurde deutlich, wie stark berufliche Bildung in Bayern durch Praxisnähe, Teamarbeit und Vernetzung geprägt ist.

Lernorte erweitern

Am zweiten Tag wurde der Blick gezielt über die Schule hinaus gelenkt. Auf dem Schmidbauerhof Hirblingen, einem Praxisbetrieb der Landwirtsausbildung, wurde mit dem Konzept „Der Bauernhof als Lernumgebung“ ein außerschulischer Lernort von Landwirtschaftsmeister Martin Brem vorgestellt, der berufliche Ausbildung, Umweltbewusstsein und regionale Landwirtschaft miteinander verbindet.

Beim anschließenden Empfang im Landratsamt Augsburg rückte Herwig Leiter, Leiter der Wirtschaftsförderung, die Rolle des Landkreises als Schulaufwandsträger und als Schnittstelle zwischen Bildung und Wirtschaft in den Fokus. Deutlich wurde dabei, wie eng berufliche Schulen in kommunale Entwicklungsstrategien eingebunden sind. Eine Stadtführung durch die Universitätsstadt Augsburg verstand sich am Nachmittag als historisch, ökonomische Einführung in die Bildungsregion Stadt und Landkreis Augsburg mit ihrer über 2000-jährigen Tradition, von der römischen Gründung, der Fuggerzeit über die Textilindustrie bis hin zu heutigen wissens- und dienstleistungsorientierten Strukturen.

Systemvergleich

Der Besuch des Beruflichen Schulzentrums Landsberg bot am dritten Tag Gelegenheit zum direkten Systemvergleich, da dort ebenfalls Handwerksberufe unterrichtet werden, wie sie auch am Lyceum Nr. 5 in Bishkek verankert sind. Im Austausch mit der Schulleiterin Marion Rüller, Lehrkräften sowie Sven Meyer-Huppmann, Referatsleiter für internationale Angelegenheiten im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, und Robert Stolzenberg, Referatsleiter für EU-Bildungsprogramme am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), wurden Fragen der Lehrpläne, der technischen Ausstattung, der Unterrichtsorganisation, der Qualitätsentwicklung und internationaler Bildungskooperation erörtert. Die Teilnahme an den Augsburg Light Nights mit der eindrucksvollen Beleuchtung historischer Gebäude setzte am Abend einen weiteren kulturellen Akzent.

Geschichte und Wirtschaft

Ein ganztägiger Aufenthalt in München verband an Tag vier historische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Perspektiven. Stationen wie Schloss Nymphenburg, die BMW-Welt, die Frauenkirche, ein Rundgang durch die Innenstadt und die beleuchtete Allianz-Arena zeigten unterschiedliche Facetten bayerischer Geschichte, Kultur und wirtschaftlicher Identität.

Natur und Welterbe

Ein Sonntagsausflug in den Alpenraum verband Industriekultur, Landschaft und bayerische Geschichte. Der Besuch des Textilmuseums Augsburg schlug eine Brücke zur in Kirgisistan ansässigen Textilindustrie. Das Alpenpanorama auf dem Buchenberg weckte kirgisische Heimatgefühle, und der Besuch von Schloss Neuschwanstein hinterließ bei bestem Herbstwetter nachhaltige Eindrücke.

Institutionen und Netzwerke

Am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrkräften Augsburg stand die Lehrerbildung im Mittelpunkt. Die stellvertretende Institutsleiterin Britta Siemer gab Einblicke in Struktur und Ablauf der ersten Ausbildungsphase, nicht zuletzt mit ausführlichen Gesprächen mit Studierenden. Der anschließende Besuch des Nachwuchsleistungszentrums des FC Augsburg verdeutlichte exemplarisch, wie Schulen mit außerschulischen Partnern kooperieren und Bildungs- sowie Leistungsperspektiven erfolgreich miteinander verbinden. Die Führung durch die WWK-Arena und der Besuch eines Probetrainings der Bundesligisten krönten diesen sechsten Besuchstag.

Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Schwaben wurde am siebten Besuchstag schließlich das duale System in seiner institutionellen Ausprägung im Handwerk bis hin zur Meisterausbildung vorgestellt. Am Beispiel von Ausbildungsordnungen, überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und Weiterbildungsangeboten gab der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Volker Zimmermann den Gästen einen praxisnahen Überblick über die Rolle der Kammern als Mittler zwischen Staat, Betrieben und Schulen. Ein Besuch der City Galerie Augsburg eröffnete darüber hinaus einen alltagsnahen Blick auf die Berufsbildung im Einzelhandel.

Reflexion und Ausblick

Der letzte Tag bündelte zentrale Themen der Woche wie Klimaschulkonzepte im Rahmen der Agenda 2030, Lehrerbildung in der zweiten Ausbildungsphase, Referendariat sowie praktisches Job-Shadowing in Berufsschule und FOSBOS. In den abschließenden Gesprächen stand weniger der Rückblick als vielmehr die Perspektive zukünftiger Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Der Abschied markierte damit keinen Endpunkt, sondern den Übergang von den Beobachtungen der Schulleitungen zur gemeinsamen Weiterentwicklung beruflicher Bildung mit dem anstehenden Austausch von Lehrkräften im kirgisisch-bayerischen Kontext.

Herzlichen Dank

Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen Sabine Schelewsky, Galina Uharenka und Oxana Mironova für die höchstprofessionellen deutsch-russischen Simultanübersetzungen während des gesamten Gegenbesuchs. Darüber hinaus haben auch unsere Kollegin und Augsburg-Fremdenführerin Daniela Sailer, die EuV-Leiterin Elke Bastian mit ihren Schülerinnen und dem vorzüglichen Catering, sowie Conny Ritter mit Referendaren, Fabian Hummel mit dem Klimaschulteam und Martin Brem auf seinem Bauernhof dazu beigetragen, diese praktische Berufsbildungspartnerschaft so eindrucksvoll zu gestalten. Vergelt’s Gott!

Und warum Paris

Für kirgisische Gäste gilt der Besuch des Eiffelturms bei einer Europareise als unverzichtbar, da er als das Symbol für Europa steht. Die knappe Zeit ließ jedoch weder einen Abstecher nach Paris noch an Brandenburger Tor und Mauer zu. Auch der Justizpalast als Schauplatz der Nürnberger Prozesse musste der Geschichtslehrerin Ishekeeva verwehrt werden. Umso mehr überzeugte Bayern mit eigenem Kulturgut wie der Fuggerei, Schloss Nymphenburg und dem UNESCO-Welterbe Neuschwanstein. Mit dem spontan angesetzten Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau und des Gefängnisses Landsberg, in dem Adolf Hitler während seiner Haft „Mein Kampf“ verfasste, wurde dann auch dem großen Interesse an der deutschen und deutsch-sowjetischen Geschichte Rechnung getragen.

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Эразмус+ мектеп өнөктөштүктөрү Кыргызстан менен
Кесиптик билим берүү Жибек жолунан Лех дарыясына чейин

Убакыт, көңүл буруу жана жеке жакындык бул жерде негизги ролду ойнойт. Бул факторлорду толук пландаштыруу же Бавариядагы кесиптик мектептердин так структураланган күнүмдүк ишине түздөн-түз көчүрүү мүмкүн эмес.

Дал ушундай шартта Нойзэс кесиптик билим берүү борбору жана Нойзэс жогорку кесиптик мектеби 2025-жылдын 15–22-октябрында Кыргызстандык мектеп жетекчилерден жана алардын орун басарларынан турган делегацияны – Элеонора Ишекеева, Селли Гупта, Гулзада Усупова жана Рихард Хайдер – бир жумалык жооп сапар менен кабыл алды.

Бул жерде маселе кыргыз меймандостугун туурап берүүдө эмес, тескерисинче, бавариялык-швабиялык ыкма менен профессионалдуу, ашыкча фольклордук жасалгаларсыз, өз деңгээлине ылайык иш алып барууда болду. Ошондуктан атайын салтанаттуу программа түзүүдөн аң-сезимдүү түрдө баш тартылды. Жооп сапар бавариялык кесиптик билим берүү системасына түздөн-түз катышуу жана кесиптик практикадан чыккан өз ара тажрыйба алмашуу катары уюштурулду.

Келүү

Биринчи күн багыт алуу жана ыңгайлашууга арналды. Узак түнкү учуудан кийин негизги көңүл программага эмес, жылуу жолугушууга жана жаңы чөйрөгө көнүүгө бурулду. Дитмар Бауэр, Мануэла Мейкснер жана Райнер Бартль жетектеген мектеп жетекчилиги тарабынан кабыл алуу Эразмус+ жумалыгынын расмий башталышы болду.

Ачык баарлашуу шартында мектептердин түзүмү, окуучулар курамы жана педагогикалык өзгөчөлүктөрү тааныштырылды. Окуучулар кафесиндеги биргелешкен түшкү тамак жана мектеп имараты боюнча экскурсия аркылуу коноктор мектеп жашоосунун алгачкы таасирлерин алышты. Бул жерде эле Бавариядагы кесиптик билим берүүнүн практикага багытталганы, командалык ишке жана тармактык байланыштарга негизделгени айкын болду.

Окуу чөйрөлөрүн кеңейтүү

Экинчи күнү көңүл мектептен тышкаркы чөйрөлөргө бурулду. Хирблингендеги Шмидбауэр фермасында айыл чарба устаты Мартин Брем «Ферма – окуу чөйрөсү катары» концепциясын сунуштады. Бул жерде кесиптик билим берүү, экологиялык аң-сезим жана регионалдык айыл чарба өз ара айкалышат.

Андан кийинки Аугсбург райондук администрациясындагы кабыл алууда экономикалык өнүктүрүү бөлүмүнүн жетекчиси Хервиг Лайтер райондун билим берүү менен экономика ортосундагы байланыштагы ролун белгиледи. Кесиптик мектептердин аймактык өнүгүү стратегиясына тыгыз интеграциялангандыгы өзгөчө белгиленди.

Аугсбург шаары боюнча экскурсия тарыхый жана экономикалык жактан билим берүү аймагын түшүндүрүп берди: рим доорунан баштап Фуггерлер мезгили, текстиль өнөр жайы жана бүгүнкү билимге жана кызмат көрсөтүүгө негизделген экономикага чейин.

Системаларды салыштыруу

Үчүнчү күнү Ландсбергдеги кесиптик билим берүү борборуна баруу түз системалык салыштыруу жүргүзүүгө мүмкүнчүлүк берди. Бул жерде да Бишкектеги №5 лицейдегидей эле кол өнөрчүлүк кесиптери окутулат.

Мария Рюллер, мугалимдер жана Бавариянын Билим берүү министрлигинин өкүлү Свен Майер-Хуппманн, ошондой эле ISB өкүлү Роберт Штольценберг менен болгон талкууларда окуу пландары, техникалык жабдылуу, сабак уюштуруу, сапатты өнүктүрүү жана эл аралык кызматташтык маселелери каралды.

Кечкисин «Augsburg Light Nights» иш-чарасына катышуу маданий таасир калтырды.

Тарых жана экономика

Төртүнчү күнү Мюнхендеги сапар тарыхый, коомдук жана экономикалык аспекттерди бириктирди. Нимфенбург сарайы, BMW дүйнөсү, Фрауэнкирхе, шаар борбору жана Allianz Arena Бавариянын маданий жана экономикалык өзгөчөлүгүн көрсөттү.

Табият жана дүйнөлүк мурас

Жекшемби күнү Альпы аймагына болгон сапар өнөр жай тарыхын, табиятты жана бавариялык маданиятты бириктирди. Аугсбург текстиль музейи Кыргызстандагы текстиль тармагына байланыш түздү. Бухенбергдеги альп пейзажы кыргыз конокторго өз мекенин эске салды. Нойшванштайн сарайына болгон сапар өзгөчө таасир калтырды.

Институттар жана тармактар

Аугсбургдагы адистештирилген мугалимдерди даярдоо институтунда мугалим даярдоо системасы тааныштырылды. Бритта Зимер биринчи баскычтагы даярдоо процессин кеңири түшүндүрдү.

FC Augsburg клубунун жаштар борборуна баруу мектептер менен тышкы өнөктөштөрдүн кызматташуусунун мисалы болду. WWK аренасы боюнча экскурсия жана машыгууга катышуу бул күндү жыйынтыктады.

Жетинчи күнү Швабия кол өнөрчүлөр палатасынын кесиптик билим берүү жана технология борборунда дуалдык система толук түшүндүрүлдү. Волкер Циммерманн окуу программалары, практикалык окутуу жана квалификацияны жогорулатуу боюнча мисалдар аркылуу палаталардын ролун көрсөттү.

Рефлексия жана келечек

Акыркы күндө климаттык мектеп концепциялары, мугалим даярдоо, стажировка жана job-shadowing талкууланды. Негизги көңүл өткөнгө эмес, келечектеги кызматташтыкка бурулду.

Коштогон учур жыйынтык эмес, тескерисинче, кесиптик билим берүүнү биргелешип өнүктүрүүгө өтүү этабы болду.

Ыраазычылык

Сабине Шелевский, Галина Ухаренка жана Оксана Мироновага синхрондук котормолору үчүн өзгөчө ыраазычылык билдирилет. Ошондой эле Даниэла Сайлер, Эльке Бастиан, Конни Риттер, Фабиан Хуммель жана Мартин Брем бул долбоордун ийгилигине чоң салым кошушту. Чын жүрөктөн рахмат!

Эмне үчүн Париж?

Кыргыз коноктор үчүн Эйфель мунарасы Европанын символу катары маанилүү. Бирок убакыттын тардыгынан Парижге баруу мүмкүн болгон жок. Анын ордуна Бавария өзүнүн маданий мурастары менен таасир калтырды: Фуггерай, Нимфенбург жана Нойшванштайн.

Ошондой эле Дахау концлагеринин мемориалына жана Ландсберг түрмөсүнө болгон сапар немис жана немис-совет тарыхына болгон кызыгууну канааттандырды.

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Школьные партнёрства Erasmus+ с Кыргызстаном
Профессиональное образование от Шёлкового пути до реки Лех

Время, внимание и личная вовлечённость играют здесь ключевую роль — факторы, которые невозможно полностью спланировать или напрямую перенести в строго структурированную повседневную жизнь баварской профессиональной школы.

Именно в этом контексте Профессиональный школьный центр Нойзэс и Профессиональная старшая школа Нойзэс с 15 по 22 октября 2025 года принимали делегацию из Кыргызстана в составе Элеоноры Ишекеевой, Селли Гупты, Гулзады Усуповой и Рихарда Хайдера — директоров и заместителей школ, прибывших с ответным визитом на одну неделю.

При этом вопрос стоял не в том, как воспроизвести кыргызское гостеприимство, а в том, как профессионально, по-баварски, без излишней фольклорной инсценировки и «несуществующих школьных духовых оркестров» соответствовать собственным стандартам. Поэтому от демонстративной представительской программы было сознательно решено отказаться. Ответный визит рассматривался как непосредственное погружение в баварскую систему профессионального образования и как профессиональный обмен, основанный на реальной практике профессиональной школы.

Прибытие

Первый день был посвящён ориентации и адаптации. После длительного ночного перелёта в центре внимания были не программные мероприятия, а тёплая встреча и постепенное вхождение в новую среду. Приём со стороны руководства школ — Дитмара Бауэра, Мануэлы Майкснер и Райнера Бартля — ознаменовал официальный старт недели Erasmus+.

В атмосфере открытого диалога были представлены структура школ, контингент учащихся и педагогический профиль. Во время совместного обеда в школьном кафе и экскурсии по зданию гости получили первые представления о школьной повседневности. Уже на этом этапе стало очевидно, насколько профессиональное образование в Баварии ориентировано на практику, командную работу и сетевое взаимодействие.

Расширение образовательных пространств

На второй день акцент был сделан на выход за пределы школы. На ферме Шмидбауэр в Хирблингене, являющейся базой практического обучения в сельском хозяйстве, мастер Мартин Брем представил концепцию «Ферма как образовательная среда», объединяющую профессиональную подготовку, экологическое сознание и региональное сельское хозяйство.
Во время последующего приёма в администрации округа Аугсбург руководитель отдела экономического развития Хервиг Лайтер подчеркнул роль округа как носителя школьных расходов и как связующего звена между образованием и экономикой. Стало ясно, насколько тесно профессиональные школы интегрированы в стратегии регионального развития.

Экскурсия по университетскому городу Аугсбургу во второй половине дня дала историко-экономическое введение в образовательный регион с более чем 2000-летней историей — от римского основания и эпохи Фуггеров до текстильной промышленности и современной экономики знаний и услуг.

Сравнение систем

Посещение Профессионального школьного центра в Ландсберге на третий день позволило провести прямое сравнение систем, поскольку там также обучают ремесленным профессиям, представленным и в лицее № 5 в Бишкеке.

В ходе обмена мнениями с директором Марион Рюллер, преподавателями, а также представителями Министерства образования Баварии и Института качества образования (ISB) обсуждались учебные планы, техническое оснащение, организация обучения, развитие качества и международное сотрудничество.

Участие в мероприятии «Augsburg Light Nights» с впечатляющей подсветкой исторических зданий стало дополнительным культурным акцентом дня.

История и экономика

Четвёртый день, проведённый в Мюнхене, объединил исторические, общественные и экономические аспекты. Посещение дворца Нимфенбург, музея BMW, собора Фрауэнкирхе, прогулка по центру города и визит на стадион Allianz Arena продемонстрировали различные грани баварской идентичности.

Природа и мировое наследие

Воскресная поездка в Альпы связала промышленную культуру, природные ландшафты и баварскую историю. Посещение текстильного музея в Аугсбурге создало мост к текстильной отрасли Кыргызстана. Панорама Альп на горе Бухенберг вызвала у кыргызских гостей чувство родины, а посещение замка Нойшванштайн оставило яркие впечатления.

Институции и сети

В Государственном институте подготовки преподавателей в Аугсбурге внимание было уделено системе подготовки педагогов. Заместитель директора Бритта Зимер представила структуру и содержание первого этапа подготовки.

Посещение центра подготовки молодых спортсменов футбольного клуба «Аугсбург» наглядно продемонстрировало сотрудничество школ с внешними партнёрами. Экскурсия по стадиону WWK Arena и наблюдение за тренировкой дополнили программу дня.

На седьмой день в Центре профессионального образования и технологий Ремесленной палаты Швабии была представлена дуальная система в её институциональном виде — от обучения до получения звания мастера. На примере учебных стандартов, производственного обучения и повышения квалификации заместитель генерального директора Фолькер Циммерманн дал практическое представление о роли палат как посредников между государством, предприятиями и школами.

Рефлексия и перспективы

Последний день объединил ключевые темы недели: концепции «климатических школ» в рамках Agenda 2030, подготовку учителей, стажировку (референдариат) и практическое job-shadowing.

В заключительных обсуждениях акцент был сделан не на подведении итогов, а на перспективах дальнейшего сотрудничества. Таким образом, прощание стало не завершением, а переходом к следующему этапу — совместному развитию профессионального образования и обмену преподавателями в кыргызско-баварском контексте.

Благодарность

Особая благодарность выражается коллегам Сабине Шелевски, Галине Ухаренко и Оксане Мироновой за высокопрофессиональный синхронный перевод на немецкий и русский языки на протяжении всего визита. Также значительный вклад внесли Даниэла Сайлер, Эльке Бастиан, Конни Риттер, Фабиан Хуммель и Мартин Брем. Большое спасибо!

И почему Париж?

Для кыргызских гостей посещение Эйфелевой башни считается обязательным, так как она символизирует Европу. Однако из-за ограниченного времени поездка в Париж оказалась невозможной. Вместо этого Бавария убедила своим культурным наследием: Фуггерай, дворец Нимфенбург и замок Нойшванштайн.

Также посещение мемориала концлагеря Дахау и тюрьмы в Ландсберге, где Адольф Гитлер написал «Майн Кампф», позволило учесть интерес к немецкой и немецко-советской истории.

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Erasmus+ School Partnerships with Kyrgyzstan
Vocational Education from the Silk Road to the River Lech

Time, attention, and personal connection play a central role here—factors that cannot be fully planned or directly transferred into the highly structured daily routine of a Bavarian vocational school.

It was within this context that the Vocational School Center Neusäß and the Vocational Upper Secondary School Neusäß welcomed a delegation from Kyrgyzstan from October 15 to 22, 2025. The delegation, consisting of school leaders and deputies—Eleonora Ishekeeva, Selly Gupta, Gulzada Usupova, and Richard Heider—visited for a one-week return exchange.

The key question was not how to replicate Kyrgyz hospitality, but rather how to meet one’s own professional standards in a Bavarian-Swabian way—without folkloristic staging or artificial ceremonial elements. Consequently, a representative program was deliberately avoided. Instead, the visit was conceived as direct participation in the Bavarian vocational education system and as a professional exchange rooted in real classroom and training practice.

Arrival

The first day focused on orientation and settling in. After a long overnight flight, the emphasis was not on formal program highlights but on a warm reunion and gradual arrival. The reception by school leaders Dietmar Bauer, Manuela Meixner, and Rainer Bartl marked the official beginning of the Erasmus+ week.

In an open and conversational atmosphere, the structure of the schools, student demographics, and pedagogical profiles were presented. During a shared lunch in the student café and a guided tour of the school building, the guests gained their first insights into everyday school life. It quickly became clear how strongly vocational education in Bavaria is shaped by practical relevance, teamwork, and networking.

Expanding Learning Environments

On the second day, the focus shifted beyond the school setting. At the Schmidbauer farm in Hirblingen, a training site for agricultural education, master farmer Martin Brem presented the concept “The Farm as a Learning Environment,” which integrates vocational training, environmental awareness, and regional agriculture.

During the subsequent reception at the Augsburg District Office, Herwig Leiter, Head of Economic Development, highlighted the role of the district as both a school funding authority and a key interface between education and the economy. It became evident how closely vocational schools are integrated into regional development strategies.

An afternoon city tour of Augsburg provided a historical and economic introduction to the educational region, with its more than 2,000-year history—from Roman origins and the Fugger era through the textile industry to today’s knowledge- and service-based economy.

System Comparison

On the third day, a visit to the Vocational School Center in Landsberg offered an opportunity for direct system comparison, as similar skilled trades are taught there as at Lyceum No. 5 in Bishkek.

Discussions with headmistress Marion Rüller, teaching staff, as well as representatives from the Bavarian Ministry of Education and the State Institute for School Quality and Educational Research (ISB), addressed curricula, technical equipment, teaching organization, quality development, and international cooperation.

Participation in the “Augsburg Light Nights,” featuring the impressive illumination of historic buildings, added a cultural highlight to the day.

History and Economy

The fourth day, spent in Munich, combined historical, social, and economic perspectives. Visits to Nymphenburg Palace, BMW World, Frauenkirche, the city center, and the illuminated Allianz Arena showcased different facets of Bavarian identity, culture, and economic strength.

Nature and World Heritage

A Sunday excursion to the Alpine region connected industrial heritage, natural landscapes, and Bavarian history. The visit to the Augsburg Textile Museum created a link to Kyrgyzstan’s textile industry. The Alpine panorama on Mount Buchenberg evoked a sense of home for the Kyrgyz guests, while the visit to Neuschwanstein Castle left lasting impressions.

Institutions and Networks

At the State Institute for the Training of Specialist Teachers in Augsburg, the focus was on teacher education. Deputy Director Britta Siemer provided insights into the structure and processes of the initial training phase, including detailed discussions with students.

A subsequent visit to the youth academy of FC Augsburg illustrated how schools collaborate with external partners and successfully combine educational and performance-oriented pathways. A tour of the WWK Arena and observation of a training session completed the day.

On the seventh day, the Vocational Education and Technology Center of the Chamber of Crafts for Swabia presented the dual system in its institutional form, from apprenticeship training to master craftsman qualification. Using examples such as training regulations, inter-company training, and continuing education programs, Deputy Managing Director Volker Zimmermann provided a practical overview of the chambers’ role as intermediaries between the state, businesses, and schools.

Reflection and Outlook

The final day brought together key themes of the week, including climate school concepts within the framework of Agenda 2030, teacher training in the second phase, preparatory service (Referendariat), and practical job shadowing in vocational schools.

In the concluding discussions, the focus shifted from retrospective reflection to future cooperation. The farewell thus marked not an end, but a transition—from observation to the joint further development of vocational education through upcoming teacher exchanges in the Kyrgyz-Bavarian context.

Acknowledgements

Special thanks go to colleagues Sabine Schelewsky, Galina Uharenka, and Oxana Mironova for their highly professional German-Russian simultaneous interpretation throughout the visit. Further contributions from Daniela Sailer, Elke Bastian, Conny Ritter, Fabian Hummel, and Martin Brem were instrumental in making this vocational partnership such a success. Many thanks!

And Why Paris?

For Kyrgyz visitors, a trip to the Eiffel Tower is often considered essential, as it symbolizes Europe. However, due to time constraints, a visit to Paris was not possible. Instead, Bavaria impressed with its own cultural heritage, including the Fuggerei, Nymphenburg Palace, and the UNESCO World Heritage site of Neuschwanstein.

The spontaneous visit to the Dachau concentration camp memorial and the prison in Landsberg, where Adolf Hitler wrote Mein Kampf, also addressed the strong interest in German and German-Soviet history.