11. November 2025

VLB-Pressemitteilung

Haushaltsentwurf der Bayerischen Staatsregierung 2026/27 – Haushalt in schwierigen Zeiten VLB: Auswirkungen mit Augenmaß gestalten!

Bei dem heute von der Bayerischen Staatsregierung vorgestellten Haushalt für 2026/27 sind aus Sicht der beruflichen Schulen und ihrer Lehrkräfte die folgenden Einzelentscheidungen von besonderer Bedeutung:

  • Die Unterrichtspflichtzeit soll bis 2028 unverändert bleiben.
  • Für alle Schularten werden zusätzlich 400 Stellen im Bereich der multiprofessionellen Teams geschaffen.
  • Das aktuelle Stellenvolumen für Lehrkräfte wird bis 2028 festgeschrieben.
  • Bei der familienpolitischen Teilzeit wird das Mindeststundenmaß ab dem Schuljahr 2027/28 von derzeit 20 auf 30 Prozent erhöht werden. Bei Kolleginnen und Kollegen mit Kindern ab 14 Jahren wird eine familienpolitische Teilzeit nicht mehr möglich sein.
  • Das Ergebnis der kommenden Tarifverhandlungen soll erst mit einer Verzögerung von 6 Monaten auf den Beamtenbereich übertragen werden – hier wird mit einer guten bayerischen Tradition gebrochen.

Die heute vorgestellten haushaltspolitischen Maßnahmen sind aus gesamtpolitischer Perspektive durchaus nachvollziehbar, wenngleich aus Sicht der betroffenen Kolleginnen und Kollegen diese Maßnahmen einen tiefgreifenden Einschnitt in die Planung ihrer individuellen Lebensgestaltung bedeuten. „Dies ist insbesondere deshalb schwer hinzunehmen, weil in der Vergangenheit gerade unsere Kolleginnen und Kollegen an den beruflichen Schulen sich unseren Schülerinnen und Schülern in besonderem Maße verpflichtet zeigten, indem sie regelmäßig ihre Teilzeitwünsche an die schulischen Erfordernisse angepasst haben, ohne dass es einer gesetzlichen oder verwaltungsrechtlichen Regelung bedurfte – das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern auch die vieler meiner Kolleginnen und Kollegen“, so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein.

„In welchem Ausmaß die hier angesprochenen Maßnahmen die beruflichen Schulen betreffen, bleibt abzuwarten. Der VLB wird daher auch weiterhin im engen Dialog mit den zuständigen Ministerien und der Bildungsverwaltung bleiben, um die anstehenden Umsetzungen praxisgerecht und im Sinne der beruflichen Schulen sowie der dort tätigen Kolleginnen und Kollegen mitzugestalten“, so Pankraz Männlein.

Pressekontakt: Dr. Jörg Neubauer | E-Mail: neubauer@vlb-bayern.de | Mobil: 0176 24337799

Das System der beruflichen Schulen in Bayern ist stark ausdifferenziert und reicht von den Berufsschulen einschließlich den Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, über Angebote zur Berufsvorbereitung, die Berufsfachschulen, die Wirtschaftsschulen, die Fach- und Berufsoberschulen bis hin zu den Fachschulen und Fachakademien. Insgesamt werden dort über 400.000 Schülerinnen und Schüler in einer Vielzahl unterschiedlicher Bildungsgänge in den beruflichen Fachrichtungen Wirtschaft, Technik, Bekleidung, Farb- und Raumgestaltung, Gesundheit und Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft bis hin zur Agrarwirtschaft von rund 33.000 Lehrkräften unterrichtet.

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