VLB Bayern Presse

abl-Pressemitteilung - Schulstart mit Corona

 

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Maskenpflicht muss zeitlich und regional begrenzt sein

Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) spricht sich vor Schulbeginn für einen weiteren Ausbau der Unterstützungssysteme für die Schulen aus, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten. 

Die Vorsitzenden der in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände sind sich darin einig, dass Präsenzunterricht bei gleichzeitigem Schutz der Schüler und Lehrkräfte das Ziel ist. Um dies im Schulalltag zu gewährleisten, müssen alle organisatorischen und technischen Möglichkeiten ausgeschöpft und entsprechende Investitionen in Angriff genommen werden. Die Maskenpflicht ist nur ein Baustein im Maßnahmenkatalog. Neben ihr müssen auch an anderer Stelle die Anstrengungen erhöht werden wie zum Beispiel bei Plexiglaswänden, Luftreinigungsanlagen, Einzeltischen oder automatischen Desinfektionsmittelspendern.

„Das Tragen von Masken im Unterricht erschwert bzw. verhindert in vielen Lehr- und Lernsituationen das pädagogische Arbeiten. Es kann daher nur eine regional und zeitlich begrenzte Maßnahme darstellen und muss, gemeinsam mit allen Maßnahmen des Hygieneplans, permanent auf den Prüfstand gestellt werden“, so die Vorsitzenden der Lehrerverbände. Die abl möchte den Schülerinnen und Schülern Unterricht unter den bestmöglichen Bedingungen anbieten und befürwortet deshalb ein abgestuftes Vorgehen, bei dem die verschiedenen Schutzmaßnahmen regelmäßig überprüft und an das regionale Infektionsgeschehen anpasst werden.

Die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, Walburga Krefting, betont: „Gerade in Grund-, Mittel- und Förderschulen sind durch den Personalmangel noch engere Grenzen gesetzt, daher müssen hier zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um vernünftig in das neue Schuljahr zu kommen und besonders den Erstklässlern einen guten Start zu ermöglichen“.

Die Schulfamilie benötige gerade in dieser Zeit verlässliche Strukturen, funktionierende Mechanismen und eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten, um hochwertigen Unterricht unter Corona zu ermöglichen, so die Vorsitzenden der abl-Verbände, Jürgen Böhm (brlv), Pankraz Männlein (VLB) und Michael Schwägerl (bpv) und Walburga Krefting (KEG).

 

Pressekontak:

Wolfgang Stemmer
presse@keg-bayern.de
Tel. 089 23685770-18

abl-Pressemitteilung - Stellungnahme der abl zur 5. Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie der Leopoldina vom 06.08.2020

 

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Leopoldina untermauert Vorschläge der abl

In ihrer aktuellen Ad-hoc-Stellungnahme zur Corona-Pandemie präsentiert die Leopoldina Vorschläge, wie Deutschlands Bildungssystem krisenresistenter werden kann. Sie decken sich weitgehend mit Forderungen der abl, die bereits gegen Ende des vergangenen Schuljahres veröffentlicht wurden.

Pünktlich zum Ferienende einiger Bundesländer meldet sich die Leopoldina mit ihrer 5. Ad-hoc Stellungnahme zur Corona-Pandemie zu Wort. Darin erläutern die Wissenschaftler, was notwendig ist, damit deutsche Bildungseinrichtungen trotz der Pandemie ihren Bildungsauftrag erfüllen können. Die Vorschläge und Handlungsempfehlungen der Stellungnahme sind umfassend und langfristig angelegt, sodass das Bildungssystem in Zukunft krisenfester werden kann. Pädagogen, Schüler und Eltern sollten jetzt auf praxisfähige Lösungen zurückgreifen können, um einen guten Schulstart nach den Ferien zu ermöglichen und dem Bildungsauftrag gerecht zu werden.

Für die bayerischen Schulen ist es deshalb wichtig, dass

  • der aufgestellte Stufenplan mit Augenmaß umgesetzt wird, d.h. die Maßnahmen an das regionale Infektionsgeschehen angepasst werden.
  • das digitale Angebot an Lehr-Lern-Tools sowie die Infrastruktur an den Schulen zügig ausgebaut werden, damit eine Verzahnung von Präsenz- und Digitalunterricht möglich wird. So kann bei einem regionalen Wiederaufflammen des Infektionsgeschehens der Unterricht schnell umgestellt werden.
  • die externe Unterstützung für Schulen in den Bereichen Organisation, Hygieneplan und Verwaltung ausgebaut wird, um Druck von den Schulleitungen zu nehmen und eine schnelle Reaktion auf kurzfristige Anpassungen im neuen Schuljahr zu gewährleisten. Besonders im IT-Bereich müssen zeitnah zuverlässige Partner gefunden werden.
  • ein niederschwelliges Angebot für Corona-Testungen bereitgestellt wird.
  • diesen personalintensiven Maßnahmen auch Rechnung getragen wird, indem den Schulen mehr Pädagoginnen und Pädagogen sowie Unterstützungskräfte zur Verfügung gestellt werden.

Die Schulfamilie benötigt gerade in dieser Zeit verlässliche Strukturen und funktionierende Mechanismen. Mit dem Stufenplan für bayerische Schulen wurde eine flexible Basis geschaffen, um lagegerecht reagieren zu können, und auf dieser Basis wollen wir das Schuljahr 2020/21 erfolgreich gestalten.

abl-Pressemitteilung - „Erster wichtiger Schritt“ Bayerische Lehrerverbände zufrieden mit heutigem Digitalgipfel

 

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Die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände, die KEG-Vorsitzende Walburga Krefting, fasst die heutigen Beschlüsse zusammen: „Das heute geschnürte Paket ist ein sehr wichtiger Schritt und wird dazu beitragen, dass der Einsatz digitaler Hilfsmittel auch nach Corona eine breite und sinnvolle Verankerung im Schulbetrieb bekommt. Wir stehen grundsätzlich hinter den Maßnahmen, denn sie werden die Schulen vor Ort stärken.“

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, Michael Schwägerl, ergänzt: „Endlich kommen die Systemadministratoren und übernehmen Wartung und Pflege der IT. Dies war eine langjährige Forderung aller Lehrerverbände. So werden die Schulen entlastet und unsere schulischen Systembetreuer können sich wieder ihren eigentlichen pädagogischen Aufgaben widmen.“

Jürgen Böhm, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), fügt hinzu:  „Wir begrüßen des Weiteren die Einrichtung einer „Bayern-Cloud“. Dabei ist die Rechtssicherheit dieses Tools absolut notwendig, denn wir brauchen die Cloud nicht nur für den Umgang mit sensiblen Schülerdaten, sondern zum Beispiel auch für die Kommunikation.“

„All das kann aber nur mit passenden Fortbildungsformaten, die auf der Grundlage theoretisch fundierter und an der Unterrichtspraxis orientierter E-Didaktikkonzepte zu entwickeln sind, erfolgreich sein, davon ist Pankraz Männlein der Vorsitzende des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB) überzeugt: Gerne nehmen wir die Fortbildungsangebote an und unterstützen den Aufbau und die Bereitstellung von digitalem Content für den Unterricht. Sicherzustellen ist, dass die Angebote lehrplankonform sind und die Anforderungen der unterschiedlichen Schularten berücksichtigt werden.“

Abschließend stellt Walburga Krefting dar: „Dies alles kann nicht nebenher - on top - geschehen. Für uns ist klar, dass man den Lehrkräften dafür Zeit zur Verfügung stellen muss. Und: Der Einsatz digitaler Hilfsmittel im Bildungsbereich darf nicht zum Selbstzweck werden. Lern- und Bildungsprozesse basieren auch in Zukunft auf Beziehungsarbeit, brauchen das unmittelbare Miteinander, brauchen Präsenz. Wir leben zwar in der Digitalität, aber Sicherheit und Verbundenheit sind enorm wichtig. Im Bildungsbereich geht es immer um Menschen.“

Pressekontakt KEG Bayern
Martin Goppel
presse@keg-bayern.de
Tel. 089 236857700

Im Jahr 1979 wurde die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gegründet. Partnerverbände sind der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband für berufliche Schulen in Bayern (VLB). Diese vier Lehrerverbände haben sich zusammengeschlossen, um die gemeinsamen schul-, bildungs- und berufspolitischen Ziele aus den verschiedenen Schularten öffentlich zu vertreten. Die Partnerverbände der abl haben rund 60.000 Mitglieder an allen Schularten in Bayern. Präsidentin ist Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

Presseinformationen

Hier finden Sie Presseinformationen des VLB Verband der Lehrer
an beruflichen Schulen in Bayern e.V..

abl-Pressemitteilung - Wie Bayerns Schulen aus der Corona-Krise kommen

 

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Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) präsentiert Vorschläge zur Stärkung der Schulen und zum Gelingen des zweiten Schuljahres während der Corona-Pandemie.

Seit Beginn der Corona-Pandemie kämpfen Schulen mit vielen grundsätzlichen Herausforderungen: Wie schützt man die Schulfamilie bestmöglich? Wie kann Unterricht aus der Ferne gelingen? Wie bewertet man Leistungen während Phasen eines Distanzunterrichts? Und wie erreicht man alle Schülerinnen und Schüler im gleichen Maße? Klar ist, dass wir für den Krisenmodus ab September besser gerüstet sein wollen und deshalb zeitnah Antworten gefunden werden müssen.

Die abl hat die bisherigen Maßnahmen unter die Lupe genommen und stellt fest: Die umfassenden Einschränkungen haben ein weiteres Ausbreiten des Virus verhindert. Hierbei mussten auch die Schulen von einem auf den anderen Tag lernen mit der neuen Situation umzugehen. Lehrkräfte, Schüler und Eltern haben die Herausforderungen gemeinsam angenommen und werden das Schuljahr 2019/20 gut zu Ende bringen. Klar ist aber auch: Distanzunterricht kann auf Dauer den Präsenzunterricht nicht ersetzen. Schülerinnen und Schüler brauchen ihre Klassen, ihr Lernumfeld und den Kontakt mit ihren Mitschülern und Lehrkräften.

Im Folgenden präsentiert die abl eine Auswahl an Vorschlägen und Forderungen, deren Umsetzung zum erfolgreichen Gelingen des nächsten Schuljahres beitragen wird:

  • Vorrang Präsenzunterricht: Klassenstärken über 30 sollten im kommenden Schuljahr an allen Schulen vermieden werden, um Teilungen für einen ggf. notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können. Im Falle lokaler infektionsbedingter Einschränkungen müssen klare Notfallpläne (Plan B) existieren, die festlegen, was wie in den Distanzunterricht ausgelagert wird. So können auch Lehrkräfte aus der Risikogruppe ohne Gefahr eingesetzt werden. Der Distanzunterricht muss im Budget der Unterrichtsversorgung berücksichtigt werden.
  • Flexibilität bei maximalem Infektionsschutz: Vor Ort lässt sich der Einsatz der Lehrkräfte, angepasst an die personellen und räumlichen Gegebenheiten, am besten managen. Die abl schlägt deshalb u.a. die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor. Sie können durch die umfassende Kenntnis der lokalen Gegebenheiten die Vorgaben des Hygieneplans und der Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit der Schulleitung in effektive und praktikable Regelungen für die jeweiligen Schulen umsetzen.
  • Förderung – am besten individuell: Nach Feststellung des Förderbedarfs muss eine umfangreiche Förderung angeboten werden können. Dazu braucht es weiteres Lehrpersonal. Erforderlich ist deshalb eine Aufstockung von Fach- und Förderlehrkräften im Grund- und Mittelschulbereich sowie zusätzliches pädagogisches Fachpersonal. Außerdem müssen die Lehrerreserven an allen Schularten aufgestockt werden, um dem Ausfall von Schwangeren oder Lehrkräften in Risikogruppen entgegenwirken zu können.
  • Leistungserhebungen: Der Distanzunterricht braucht als Ausnahmezustand eine rechtliche Grundlage in der Schulordnung, damit Verbindlichkeit und Relevanz von Lerninhalten – auch für Leistungserhebungen – gewährleistet sind und Lehrkräfte rechtssicher handeln können. Die Problematik von Leistungsnachweisen im Sinne des BayEUG, die regelmäßig im Präsenzunterricht und damit unter Aufsicht stattfinden sollen, ist besonders in den Blick zu nehmen. Neue, digitale Formate sind vor ihrem Einsatz auf Praktikabilität und Rechtssicherheit zu prüfen.
  • Covid 19-Tests: Für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen unter den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften muss eine vorrangige Testung sichergestellt werden, damit im Fall einer normalen Erkältung die Teilnahme am Schulbetrieb wieder zeitnah ermöglicht bzw. eine Quarantäne vermieden oder verkürzt werden kann.

Insgesamt haben die Schulschließungen zu Schwierigkeiten in der Vermittlung der Lerninhalte geführt. Der Zugang zu Lernmaterial und die erforderlichen Ressourcen zur Nutzung sind ungleich verteilt. Viele Familien konnten während der Schulschließungen die Angebote des Distanzunterrichts nur eingeschränkt wahrnehmen. Für das Schuljahr 2020/21 muss im Falle eines reduzierten Präsenzunterrichts dafür gesorgt werden, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen an den Bildungsangeboten teilnehmen können. Die abl, deren Verbände alle Schularten in Bayern repräsentieren, ist zuversichtlich, dass das Schuljahr 2020/21 bei Berücksichtigung der genannten Punkte deutlich geregelter abläuft, dass zusätzliche Bildungsdefizite vermieden werden und dass hierdurch eine erneute unverhältnismäßige Belastung der Schulfamilie verhindert werden kann.

Im Jahr 1979 wurde die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gegründet. Partnerverbände sind der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband für berufliche Schulen in Bayern (VLB). Diese vier Lehrerverbände haben sich zusammengeschlossen, um die gemeinsamen schul-, bildungs- und berufspolitischen Ziele aus den verschiedenen Schularten öffentlich zu vertreten. Die Partnerverbände der abl haben rund 60.000 Mitglieder an allen Schularten in Bayern. Präsidentin ist Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.
 

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VLB-Presseinformation - Die vom VLB geforderte Ausbildungsprämie für Betriebe kommt!

 

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Betriebe, die trotz Corona-Krise weiter ausbilden, sollen dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Das sieht ein Eckpunktepapier der Bundesregierung vor. Pro Ausbildungsplatz soll es bis zu 3000 Euro geben.

Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, um das Deutschland international beneidet wird, liegt doch die Jugendarbeitslosigkeit bei uns weit unter dem OECD-Durchschnitt. Die duale Berufsausbildung ist auch nach der Krise alternativlos, ist sie doch geradezu eine Bestandsgarantie für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft und hilft enorm, die negativen Folgen einer etwaigen Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden.

„Daher ist es ein richtiger Schritt von der Bundesregierung, die Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, damit diese auch im kommenden Ausbildungsjahr eine hinreichend große Anzahl von Ausbildungsplätzen zur Verfügung stellen“, so Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB).

Folgende Eckpunkte sind vorgesehen:

  • Kernstück ist eine Ausbildungsprämie von 2000 bis 3000 Euro pro Auszubildende/n für kleine und mittelständische Unternehmen.
  • Die Prämie sollen Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten erhalten, die "in erheblichem Umfang" von der Krise betroffen sind und dennoch ihre Auszubildendenzahl halten oder sogar erhöhen.
  • Als besonders von der Krise betroffen gilt ein Betrieb, wenn
    • er im ersten Halbjahr 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit angemeldet hatte oder
    • der Umsatz in den Monaten April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen war.

Der VLB sieht in der Ausbildungsprämie ein probates Mittel, um Ausbildungsplätze zu erhalten bzw. ihre Anzahl zu erhöhen und so den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Es darf keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung geben.

Die beruflichen Schulen ihrerseits haben als Ausbildungspartner der Betriebe krisenerprobte Konzepte und kreative Ideen, um einen zeitverzögerten Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen und mit ergänzenden Bildungsangeboten flankierend zu begleiten. Durch eine angepasste Schulfinanzierung muss der Freistaat dies unterstützen.

Der Landesvorsitzende Pankraz Männlein betont: „Ausbildung sichern heißt Zukunft sichern! Wir alle sind für die jungen Menschen verantwortlich.“

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Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de
Mobil: 0176 24337799

Der VLB vertritt die Interessen von über 10.000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

abl-Pressemitteilung - Pläne zum kommenden Schuljahr lassen die Schulfamilie aufatmen

 

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Das Kultusministerium greift die Vorschläge der abl auf und legt die Zeiten intensiver Förderung in die ersten Wochen des kommenden Schuljahres.

Kultusminister Piazolo bestätigte in der heutigen Pressekonferenz die Wünsche der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) für die Schulfamilie: Schülerinnen und Schüler können dieses Schuljahr gemeinsam mit Ihren Lehrkräften im bereits begonnenen Modus zu Ende führen. Für das kommende Schuljahr legte Piazolo einen Fahrplan in vier Szenarien vor, der seitens der abl ebenfalls begrüßt wird.

Aller Voraussicht nach wird das Schuljahr 2020/21 im Regelbetrieb und mit Hygieneauflagen starten. Für die abl wunschgemäß ohne Maskenpflicht im Unterricht und mit begleitenden Testungen.

Auch die angekündigte Organisation der Fördermaßnahmen entspricht weitgehend den Vorschlägen, die die Vorsitzenden der abl-Verbände, Jürgen Böhm (brlv), Walburga Krefting (KEG), Pankraz Männlein (VLB) und Michael Schwägerl (bpv), in mehreren Gesprächen eingebracht hatten: Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Distanz-Unterricht schwer taten, können in den ersten Monaten des neuen Schuljahres passgenaue Fördermaßnahmen in ihren Schulen in Anspruch nehmen. Ziel ist es, diese Kinder und Jugendliche insbesondere im Falle des Vorrückens auf Probe bestmöglich zu begleiten.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bleibt also vor dem neuen Schuljahr die nötige Zeit zum Durchatmen. „Das derzeitige Infektionsgeschehen und der heute bekanntgegebene Fahrplan lassen hoffen, dass wir das Schuljahr 2020/21 unter annähernd normalen Umständen beginnen können“, so Krefting, die Präsidentin der abl.

Im Jahr 1979 wurde die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gegründet. Partnerverbände sind der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband für berufliche Schulen in Bayern (VLB). Diese vier Lehrerverbände haben sich zusammengeschlossen, um die gemeinsamen schul-, bildungs- und berufspolitischen Ziele aus den verschiedenen Schularten öffentlich zu vertreten. Die Partnerverbände der abl haben rund 60.000 Mitglieder an allen Schularten in Bayern. Präsidentin ist Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

abl-Pressemitteilung - Mit Augenmaß verantwortlich handeln

 

Bayerische Lehrerverbände wenden sich gegen überzogene Forderungen und weitere Belastungen

Das laufende Schuljahr 2019/20 ist geprägt durch die Corona-Pandemie. Lehrkräfte, Schulleitungen, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern wurden vor große Herausforderungen gestellt und mussten neue Wege gehen. Nur dank des enormen Engagements der Schulfamilie konnten in kurzer Zeit das Lernen zuhause organisiert und die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Durchführung der Abschlussprüfungen geschaffen werden. Die Absolventinnen und Absolventen können jetzt trotz der einschneidenden Notmaßnahmen ihre regulären Abschlüsse adäquat ablegen. Dennoch stehen nun Forderungen im Raum, die eine flächendeckende Notbetreuung an den Schulen sowie Unterricht durch Lehrkräfte auch in den Sommerferien fordern. Die Vorsitzenden der abl-Verbände, die für alle Schularten des Bayerischen Bildungssystems sprechen, stellen sich einstimmig gegen dieses nicht mehr nachvollziehbare pauschale Ansinnen.

„Corona hat die gesamte Schulfamilie hart getroffen. Und dennoch haben wir es mit vereinten Kräften geschafft den Unterricht weiterzuführen, Kindern das Lernen zu ermöglichen und die Abschlussklassen erfolgreich durch diese schwierige Zeit zu bringen. Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler werden in der verbleibenden Zeit des Schuljahres alle Anstrengungen unternehmen, Lern- und Bildungsdefizite aufzufangen bzw. so weit wie möglich auszugleichen. Die Sommerferien müssen eine Zeit der Erholung und Regeneration bleiben - nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch für die Schülerinnen und Schüler“, mahnt Walburga Krefting, die Präsidentin der abl, und fährt fort:

„Wir dürfen nicht zulassen, dass für unsere engagierten Lehrkräfte dieser Corona-Stresstest zu unzumutbaren Belastungen führt. Es kommt nun vielmehr darauf an, das Schuljahr 2020/21 so zu organisieren, dass wir wieder zu einer Normalität an den Schulen zurückfinden können. Dafür wird sich die abl mit aller Kraft in der Fortsetzung des Dialogs mit Ministerpräsident Söder und Kultusminister Piazolo einsetzen.“

Im Jahr 1979 wurde die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gegründet. Partnerverbände sind der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband für berufliche Schulen in Bayern (VLB). Diese vier Lehrerverbände haben sich zusammengeschlossen, um die gemeinsamen schul-, bildungs- und berufspolitischen Ziele aus den verschiedenen Schularten öffentlich zu vertreten. Die Partnerverbände der abl haben rund 60.000 Mitglieder an allen Schularten in Bayern. Präsidentin ist Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

VLB-Presseinformation - Berufsbildner begrüßen Schulöffnung und fordern passgenaue Lösungen

„Wir freuen uns über die schrittweise Schulöffnung in den kommenden Wochen, aber es sind dazu passgenaue Konzepte notwendig, damit die beruflichen Schulen den Auftrag des Ministerpräsidenten auch in der gebotenen Qualität umsetzen können!“, so Pankraz Männlein, Vorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB). Die organisatorischen Gegebenheiten müssen an sieben verschiedenen Schulformen und für über dreihundert Ausbildungsberufe angepasst werden. Räumliche und personelle Engpässe geben organisatorische Grenzen vor, daneben müssen die Prüfungsvorbereitungen und der Online-Unterricht auch weiterhin gestemmt werden, um alle Klassen zu versorgen. Dazu brauche es ausreichend Zeit für den organisatorischen Vorlauf und ein großes Maß an individueller Handlungsfreiheit vor Ort, betont der Vertreter der bayerischen Berufsschullehrkräfte. „Für manche Schulen bedeutet das, dass sie ab Montag alle Klassen wieder im Präsenzunterricht vor Ort haben sollen. Das kann nur mit klugen und flexiblen Modellen im Schicht- oder Wechselunterricht gehen, um die Vorgaben für Gruppengrößen und Abstände einzuhalten.“

Ein weiteres Problem sei der hohe Anteil an Unterricht, der eigentlich in speziellen Fachlehrsälen an Geräten oder Maschinen durchgeführt werde. Auch hierfür müssen Konzepte erst erarbeitet werden. „Besser eine gute Planung, als ein Schnellschuss, der danebengeht!“ so Männlein. Da in vielen Fällen auch Absprachen mit den Ausbildungsbetrieben erfolgen, teils Heimunterbringung organisiert werden muss und oft lange Anfahrtswege eher die Regel als die Ausnahme sind, plädiert der VLB dafür, dass die Schulen vor Ort den entsprechenden Handlungsspielraum haben, um für die jeweilige Schulform, den gegebenen Umständen vor Ort und in Zusammenarbeit mit den Ausbildungspartnern jeweils passgenaue Lösungen erarbeiten zu können.

Einen Großteil der Schülerinnen und Schüler in Bayern versorgten die Lehrkräfte in den letzten Wochen bereits im Online-Unterricht. Dabei kämen den beruflichen Schulen ihre hervorragend ausgebildeten Lehrkräfte zu Gute, sie stoßen aber oft an Grenzen bei der technischen Ausstattung. „Viele Lehrkräfte arbeiten bereits jetzt am Rande der Erschöpfung, wir müssen aufpassen, dass wir das Gesamtsystem nicht überfordern“, stellt der VLB-Landesvorsitzende abschließend fest.

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Augenmaß und umsetzbare Perspektiven sind gefordert - Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) vom 30.04.2020

  

"Wir brauchen ein Konzept, das auch in der Realität bestehen kann, dazu gehört eine planbare Umsetzung der heute von Ministerpräsident Söder angekündigten ambitionierten Maßnahmen. Die Schulen vor Ort müssen mit den vorhandenen personellen und räumlichen Ressourcen auskommen", so die abl-Vorsitzenden aus allen Schularten.

Die abl hatte sich bei der Videokonferenz mit Ministerpräsident Söder am vergangenen Donnerstag ausdrücklich für einen vorsichtigen Kurs ausgesprochen und davor gewarnt, noch vor Pfingsten alle bayerischen Schüler wieder an die Schulen zu bringen. "Wir begrüßen insofern die schrittweise Öffnung, sehen aber die kurzen Abstände der Öffnungsphasen vom 11.05. bis 18.05. kritisch und warnen vor einer Überforderung der Schulen auch in Bezug auf die weiterhin notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens”, erläutert die abl-Präsidentin Walburga Krefting.

Zusätzlich zu den Abschlussklassen wird der Schulbetrieb am 11. Mai um die 4. Klassen und an allen Schularten um die Jahrgangsstufen erweitert, die 2021 ihre Prüfungen absolvieren sollen. Bereits eine Woche später werden weitere Klassen in die Schulen geholt. Dies bedeutet für manche Schulformen, dass nahezu alle Schülerinnen und Schüler zurückkehren. Umsetzbar ist diese Öffnung nur mit klugen, flexiblen Konzepten vor Ort für den Präsenzunterricht, der zum Beispiel auch tageweise umgesetzt werden kann. Herausforderungen bestehen zusätzlich mit einem gleichzeitigen Fernunterricht für alle Jahrgangsstufen, die bis dahin noch nicht anwesend sein müssen.

Die abl setzt sich für ein Vorgehen ein, das die Sicherheit der Pädagoginnen und Pädagogen aus einer Risikogruppe ebenso im Blick hat, wie die Sorge der Eltern, die ihre Kinder gefährdet sehen. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort brauchen auch eine verlässliche Perspektive in Bezug auf die letzte Phase der Schulöffnung, wenn alle Schüler wieder in ihren Klassenzimmern ankommen werden, besonders im Hinblick auf die Maßnahmen zum Infektionsgeschehen. “Ziel bleibt weiterhin die Minimierung der Kontakte zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bei gleichzeitiger erfolgreicher Durchführung der Abschlussprüfungen”, schließt Krefting.

Der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von mehr als 55 000 Lehrkräften an allen Schularten. Amtierende Präsidentin ist Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

REALISMUS STATT AKTIONISMUS - Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) vom 30.04.2020

Bayerische Lehrerverbände unterstützen eine Schulöffnung mit Bedacht

Die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Lehrerverbände (abl) begrüßt den weiterhin besonnenen und klaren bayerischen Kurs bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen, insbesondere im Blick auf mögliche Schulöffnungen.

Für Walburga Krefting (Katholische Erziehergemeinschaft, KEG), Pankraz Männlein (Verband der Lehrer an beruflichen Schulen, VLB), Jürgen Böhm (Bayerischer Realschullehrerverband, brlv) und Michael Schwägerl (Bayerischer Philologenverband, bpv) ist es wichtig, jetzt keine Entscheidungen übers Knie zu brechen und planvoll vorzugehen. Der heute skizzierte Kurs von Ministerpräsident Söder sei deshalb richtig.

Priorität habe weiterhin der Infektionsschutz und die mit ihm einhergehenden Maßnahmen. Nach bisher erst vier Tagen der Öffnung für die Abschlussklassen sei eine Bewertung der getroffenen Maßnahmen noch zu früh, betonen die Verbandsvertreter. Vielmehr sei es ratsam, jetzt weitere Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam einen Fahrplan zu entwerfen. Die Verbände sind hier in einem kontinuierlichen Austausch mit dem Kultusministerium.

Hier geht es auch sehr stark um organisatorische Fragen, denn die Situation an der einzelnen Schule vor Ort ist entscheidend: Ist die personelle Versorgung der Klassen gewährleistet? Ist die Raumsituation geklärt? Wie können Kontakte zwischen Klassen vermieden werden? Wie verfährt man mit Misch- und Koppelklassen? Letztlich muss die Durchführung aller Abschlussprüfungen sichergestellt sein.

Die Klärung dieser Fragen ermöglicht eine realisierbare stufenweise Rückkehr zur Normalität.
Dabei ist natürlich auch den Lehrkräften sehr daran gelegen, wieder in den Schulen zu unterrichten. „Die Lehrkräfte zeigen einen herausragenden Einsatz und sie ziehen mit, wenn der Infektionsschutz das zulässt“, so die Verbandsvorsitzenden abschließend.

Rückfragen bitte an die Präsidentin der abl, Frau Walburga Krefting (walburga.krefting@keg-bayern.de)

VLB-Presseinformation VLB begrüßt die schrittweise Schulöffnung ab 27. April

Der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e. V. (VLB) begrüßt die Entscheidung zur schrittweisen Öffnung der Schulen in Bayern, beginnend mit den Abschlussklassen ab dem 27. April, „weil dadurch unsere Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht intensiv auf den erfolgreichen Abschluss ihres Bildungsganges vorbereitet werden können. Die beruflichen Schulen werden ihren Teil dazu beitragen, dass die Wiederaufnahme des Unterrichts gut gelingen wird“, so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein.

Bis dahin müssen die Schulen jedoch in die Lage versetzt werden, insbesondere die Schutz- und Hygienebedingungen einhalten zu können. Der Schutz der gesamten Schulfamilie muss oberste Priorität haben.

Dabei muss eine Reihe von Besonderheiten an den beruflichen Schulen Berücksichtigung finden:

  • Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen machen je nach Schulform zwischen 30 Prozent bis zu über 50 Prozent an der Gesamtschülerzahl an den beruflichen Schulen aus.
  • An den Fachoberschulen und Berufsoberschulen schreiben zwei von drei Jahrgangsstufen Fachabitur bzw. Abitur. Die Situation an den Fachschulen und den Berufsfachschulen mit zwei- und dreijährigen Bildungsgängen ist vergleichbar.
  • An den Berufsschulen muss mit ca. 30 Prozent Abschlussschülerinnen und -schülern gerechnet werden.
  • Wenn die Abschlussklassen für den Präsenzunterricht halbiert oder gar gedrittelt werden müssen, werden viele Schulen an ihre räumlichen Kapazitätsgrenzen stoßen.
  • Für Ausbildungsberufe mit überregionaler oder bayernweiter Sprengelbildung ist ein infektionssicherer Schülertransport wegen der weiten Anfahrtswege mehr als problematisch.

Um in der schwierigen Situation der Corona-Krise das Unterrichtsangebot sicherzustellen, ist es weiter notwendig, dass die Kinder unserer Kolleginnen und Kollegen in die Notfallbetreuung aufgenommen werden können. Entsprechendes sollte auch für die Kinder unserer Schülerinnen und Schülern gelten.

Dem VLB-Landesvorsitzenden ist es wichtig hervorzuheben, „dass Bildungspolitik und Bildungs-verwaltung bei all ihren Entscheidungen stets die Spezifika der beruflichen Schulen im Blick behalten. Nur dann werden unsere Schulen weiter erfolgreich arbeiten können.“

Trotz der enormen Herausforderungen in diesen schwierigen Zeiten gilt: Der VLB und seine Kolleginnen und Kollegen fühlen sich auch zukünftig einer qualitativ anspruchsvollen beruflichen Bildung verpflichtet.

V.i.S.d.P.:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de
Mobil: 0176 24337799

Der VLB vertritt die Interessen von über 10.000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

BvLB-Pressemeldung Theorie vs. Praxis: Schulöffnungen in der Krise?

Leopoldina-Empfehlung: BvLB fordert klare Mindeststandards für den Gesundheitsschutz

Der von der Leopoldina skizzierte Fahrplan für ein „sicheres Hochfahren“ sieht im ersten Step die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen vor. Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB) begrüßt die Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften grundsätzlich. „Allerdings muss der Wiedereinstieg in den beruflichen Schulalltag an Mindestanforderungen gekoppelt werden, die bundesweit einheitlich klar definiert sein müssen. Höchste Priorität hat der Gesundheitsschutz von Lehrkräften und Schülern. Daneben müssen die Risikogruppen klar benannt werden und die notwendigen hygienischen Bedingungen müssen dem Infektionsschutzgesetz genügen. Andernfalls kann der Unterricht an beruflichen Schulen nicht starten“, sagen Joachim Maiß und Eugen Straubinger, BvLB-Bundesvorsitzende, übereinstimmend.

Die logische Verkettung „Bildungseinrichtungen zuerst öffnen, damit eine gewisse Normalität im Gesellschafts- und Wirtschaftsleben Einzug halten kann“ sei schon zielführend, „nur klaffen da zwischen Theorie und Praxis gleich zahlreiche Lücken“, sagt Maiß. Der Weg zur Schule ist hochproblematisch. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, erhöht tagtäglich aufs Neue sein Infektionsrisiko und damit das seiner Mitmenschen. Tägliche Schnelltests vor dem Schulgebäude sind nicht realistisch und stehen auch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Der vorgeschriebene Zwei-Meter-Sicherheitsabstand in Klassenräumen hätte zur Folge, dass nur ein Drittel bis maximal die Hälfte einer Klasse gleichzeitig unterrichtet werden können.

„Um faire Chancen für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, hieße das: die Lehrkräfte müssten im Zwei- beziehungsweise Dreischichtbetrieb unterrichten. Was im Bildungsalltag unrealistisch ist“, sagt Straubinger und betont: „In der beruflichen Bildung ist in den Bundesländern mal an festgelegten Wochentagen Unterricht oder aber Blockunterricht gängiger Standard. Die übrige Zeit der dualen Ausbildung findet in den Betrieben statt. Da ist zeitlich kein Spielraum, um Unterrichtseinheiten zu strecken oder zu verlegen.“

Und weiter: Ein Mundschutz für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler ist ebenso zwingender Bestandteil wie eine ausreichende Anzahl von Desinfektionsspendern im gesamten Schulgebäude. Die Frage der Verfügbarkeit treibt bereits das gesamte Gesundheitswesen um, beides ist Mangelware. Die sanitären Einrichtungen müssen neben der täglichen Grundreinigung mehrfach am Tag gesäubert und desinfiziert werden. Dafür müssen die Verträge mit den Reinigungsunternehmen ausgedehnt werden. Daneben müssen Einmal-Handtuchspender installiert und die Papierkörbe im Stundentakt geleert werden. Sämtliche Einrichtungsgegenstände - von Stühlen über Tische bis hin zu den Tastaturen der Computer - müssen nach jeder Unterrichtsstunde desinfiziert werden.

„Das ist nur ein Teil des Alltäglichen, der mitgedacht werden muss. Und hier brauchen wir bundesweit einheitliche Mindestanforderungen, ohne die der Schulalltag nicht funktionieren kann“, sagt Maiß. Und Straubinger ergänzt: „Die Koordination all dessen braucht eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen. Alles andere wäre grob fahrlässig und kann von den Berufsbildern nicht mitgetragen werden.“

Für die berufliche Bildung ist die vorgeschlagene Roadmap der Leopoldina, die viel Richtiges benennt, aber Vorschläge zur praktischen Umsetzung gerade im Bildungswesen vermissen lässt, noch an anderer Stelle problematisch. „Mit den Grundschulen und der Sekundarstufe I zu starten, löst nicht das viel dringendere Problem, wie und wann die Abschlussprüfungen geschrieben werden sollen. Dafür sind 60 Prüfungstage angesetzt. Das betrifft bundesweit rund 500 000 Schülerinnen und Schüler der rund 2,4 Millionen BBS-Schüler. In einigen Bundesländern ist der Zeitkorridor mit Blick auf den Ferienkalender schon jetzt sehr ambitioniert. Deshalb müssen zuallererst die Abschlussklassen und Abiturienten wieder den regulären Präsenzunterricht aufnehmen“, fordern Maiß und Straubiger gemeinsam.

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. vertritt in Deutschland
über 39.000 Lehrerinnen und Lehrer.

VLB-Presseinformation VLB begrüßt die Termin-Entscheidung für die FOSBOS-Prüfungen

Mit der heutigen Bekanntgabe der Verschiebung der Fachabitur- und Abiturprüfungen an Fachober- und Berufsoberschulen (FOSBOS) durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf den Zeitraum vom 18. Juni bis 24. Juni 2020 haben die Schülerinnen und Schüler nun einen Planungshorizont für ihre Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen.
„Wichtig ist es uns an dieser Stelle darauf hinzuweisen,“ so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein, „dass die Bewerbungstermine um Studienplätze an den Universitäten und Hochschulen entsprechend verschoben werden müssen.“ Mit diesen beiden Entscheidungen wäre sichergestellt, dass unseren ca. 30.000 FOSBOS-Absolventinnen und -Absolventen durch die infolge der Corona-Krise notwendigen Schulschließungen keine nachhaltigen Beein-trächtigungen entstehen.
Der VLB wünscht allen Prüflingen bereits heute viel Erfolg!
V.i.S.d.P.:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) vom 30.03.2020

Zwischen Homeschooling, Gesundheitsamt und Notbetreuung
Bayerische Lehrkräfte in der Corona-Krise

Bayerische Lehrkräfte pflegen aktuell mit viel Engagement die notwendige „Fernbeziehung“ zu ihren Schülern und organisieren das schulische Arbeiten von zuhause aus. Darüber hinaus haben sich auch über 1000 für einen Einsatz in den Gesundheitsämtern gemeldet und unterstützen dort in den nächsten Monaten die Arbeit. In den Osterferien wird zusätzlich die Notbetreuung an den Schulen aufrechterhalten. Walburga Krefting, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Lehrerverbände (abl), betont: “Bayerische Lehrerinnen und Lehrer leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der momentanen Krise und bestechen durch großen Einsatz und Engagement.”

Notbetreuung in den Osterferien
Schülerinnen und Schüler, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind und auch während der Osterferien ihren Dienst leisten, werden in diesen beiden Wochen in der Schule durch ausgewählte Lehrkräfte betreut. Krefting weiter: “Sie erfüllen damit eine weitere wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gleichzeitig appellieren wir auch an unsere Kolleginnen und Kollegen, die Hygienevorschriften einzuhalten und sich und die Kinder zu schützen.” Zugleich mahnen die abl-Lehrerverbände an, dass auch Kinder, die unter häuslicher Gewalt leiden, in die schulische Notbetreuung aufgenommen werden und Hilfe und Unterstützung von Schulpsychologen sowie Jugendsozialarbeitern an den jeweiligen Schulen erhalten.

Einsatz in den Gesundheitsämtern
Bereits letzte Woche waren bayernweit über 1000 Lehrkräfte aller Schularten freiwillig einem Aufruf zur Unterstützung der Gesundheitsämter gefolgt. Aus diesen Bewerbungen werden nun hunderte in ganz Bayern für mehrere Monate bei Verwaltungstätigkeiten im Gesundheitsbereich helfen. “Wir sind überwältigt von so großem Engagement und so viel Solidarität. Gleichzeitig sind wir auch optimistisch, dass wir gemeinsam die Betreuungslücken, die durch die abgeordneten Kollegen an den Schulen entstehen, adäquat schließen können”, zeigt sich Krefting überzeugt.

Keine Experimente mit Schulen
Einige Experten fordern, Schulen schnell wieder zu öffnen, um die Herdenimmunisierung zu beschleunigen. Solche virologischen Experimente sieht die abl kritisch. “Wann und in welcher Form die Schulen wieder öffnen, muss mit Bedacht und verantwortungsvoll gegenüber Schülern und Lehrern entschieden werden. Die Schule eignet sich nicht als Testfeld im Bereich der Pandemiebekämpfung”, warnt die Präsidentin der abl, Walburga Krefting.

Pressekontakt KEG Bayern
Martin Goppel
presse@keg-bayern.de
Tel. 089 236857700

Pressemitteilung Berufliche Bildung in Zeiten COVID-19

Die derzeit sich rasant entwickelnde Zahl der Corona-Erkrankungen hat bereits unser gesellschaftliches Leben in einer Weise verändert, wie sie für uns alle noch vor Wochen unvorstellbar war. Am deutlichsten zeigt sich dies vielleicht daran, dass mittlerweile deutschlandweit die Schulen geschlossen und in allen Bundesländern mehr oder weniger weitreichende Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden.

Dennoch – der Bildungsauftrag der Schulen ist nicht außer Kraft gesetzt!

Und diesen Bildungsauftrag nehmen gerade die Kolleginnen und Kollegen an den beruflichen Schulen sehr ernst, wie die vielen guten Beispiele aus dem ganzen Land zeigen. Zur Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe nutzen sie alle nur erdenklichen Kommunikationskanäle und bauen so – vielfach gewissermaßen aus dem Nichts heraus – eine Infrastruktur im Sinne eines Systems des Distance Learnings auf. Dabei kommt den beruflichen Schulen die inzwischen vielerorts gute Netzanbindung und Ausstattung mit digitalen Endgeräten zugute, sodass die Kommunikation sowie die Bereitstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien über Digitalplattformen, wie z. B. mebis, über Cloud-Lösungen, aber auch über den E-Mail-Austausch und im Ausnahmefall – dort, wo nicht anders möglich – über den traditionellen Postversand erfolgen kann.

„In dieser speziellen Situation sind“, so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein, „die Betriebe aufgefordert, den Auszubildenden während der regulären Arbeitszeit Lernzeiten einzuräumen, damit es ihnen möglich ist, Materialien, Aufgaben etc. zu bearbeiten, die ihnen von den Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden, um so den Ausbildungserfolg unter diesen schwierigen Kontextbedingungen sicherzustellen.“ Dies gilt in besonderer Weise für die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen der Berufsschulen des dualen Systems, aber entsprechend auch der beruflichen Vollzeitschulen.

Die Situation wird derzeit noch dadurch erschwert, dass die Schülerinnen und Schüler in den Prüfungsklassen mit der Unsicherheit über die Terminierung der Prüfungen leben müssen. Mit der Bekanntmachung ständig veränderter Prüfungstermine ist den Prüflingen sicherlich nicht geholfen. Vielmehr ist dem Bayerischen Kultusminister Prof. Piazolo zuzustimmen, wenn er versichert, „alle sollen faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen“. „Gerade in der Krise müssen die Menschen auf das professionelle staatliche Handeln vertrauen und sich darauf verlassen können“, so der VLB-Landesvorsitzende.

Die Berufsbildner sind sich auch in dieser Krise ihrer für Gesellschaft und Wirtschaft wichtigen Funktion bewusst und werden sich weiterhin als verlässlicher Partner mit Motivation und Tatkraft einbringen.

V.i.S.d.P:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de
Telefon: 0176 24337799
Der VLB vertritt die Interessen von über 10 000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

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Ausbildung 4.0: Digitalkompetenz statt Mangelwirtschaft - PM 16.09.2019 zum Thema Digitalkompetenz in der beruflichen Bildung

BvLB fordert mit Blick auf den DGB-Ausbildungsreport 2019: Berufliche Schulen müssen Kompetenzzentren für berufliche Bildung in der digitalen Transformation werden.

Um bei der dynamisierten Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft Schritt halten zu können, muss die berufliche Bildung „Jenseits des Kabels“ auf allen Feldern revolutioniert und intelligente Konzepte entwickelt werden. Das fordert der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. schon lange und hat gesetzte Standards bei der Digitalisierung des schulischen Alltags definiert: Gigabit für alle, leistungsstarkes W-LAN in allen Klassenräumen, „Bring your own device“ (BYOD) und Cloudtechnologie. Nur vielfach fehlt die technische Ausstattung noch, ebenso wie der Breitbandanschluss und qualifizierte Lehrkräfte. Das offenbart auch der diesjährige Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der jüngst in Berlin vorgelegt wurde und für den über 16 000 Auszubildende befragt wurden. 

„Die Ausbildung 4.0 kämpft mit einer Mangelwirtschaft anstatt mit Digitalkompetenz zu trumpfen“, sagt Joachim Maiß, einer von zwei BvLB-Bundesvorsitzenden und betont: „Die beruflichen Schulen sind das Bindeglied zur Wirtschaft. Die Anforderungen der Betriebe sind maßgeblich für das, was wir vermitteln. Dabei haben wir im Zuge der Digitalisierung die schwierige Aufgabe, für eine Zukunft auszubilden, von der man nicht weiß, wie sie aussieht“, sagt Maiß und manifestiert: „Berufliche Schulen müssen Kompetenzzentren für berufliche Bildung in der digitalen Transformation werden“.

Um hier erfolgreich sein zu können, müssten Technik und Didaktik zusammengeführt werden. Die berufliche Bildung braucht Learn-Labs, wo die Transformation gelebt wird sowie digitale Klassenräume, die über Schulgrenzen hinweg untereinander vernetzt sind und einen Wissenstransfer ermöglichen. „Die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und das notwendige Geld zur Verfügung stellen, um die technisch notwendige Ausstattung flächendeckend zu gewährleisten und entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte aufsetzen zu können“, fordert Eugen Straubinger, ebenfalls Bundesvorsitzender des BvLB. 

Zu diesem Schluss kommt auch die DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte und sagte bei der Präsentation des Ausbildungsreports 2019: „Zu einer guten Ausbildung gehören eine bessere technische Ausstattung und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen ebenso dazu, wie besser qualifiziertes Lehrpersonal und Breitbandanschlüsse für die beruflichen Schulen“. Nur ein Drittel (34,9 Prozent) der befragten Auszubildenden beurteilt die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als sehr gut oder gut. Ebenfalls ein Drittel (32,7 Prozent) sieht sich durch den Berufsschulunterricht nur ausreichend oder mangelhaft auf den Umgang mit digitalen Medien und Technologien gerüstet.  

Nur 54 Prozent der befragten Jugendlichen sehen sich während ihrer Ausbildung gezielt darauf vorbereitet, digitale Technologien auch zu nutzen. Mit der Dauer der Ausbildung sinken diese Werte sogar noch. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) der Auszubildenden optimistisch sind, was ihre Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt angeht, sind es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60 Prozent (60,4%). Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte in Berlin: „Diese Zahlen machen uns Sorge.“  

Der BvLB unterstützt die Forderung des DGB ausdrücklich, dass die Mittel aus dem Digital-Pakt von Bund und Ländern schnell und unbürokratisch an den beruflichen Schulen ankommen müssen. Überdies gilt es, das betriebliche Ausbildungspersonal besser zu qualifizieren. Die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) sollte dafür dringend modernisiert werden. Denn nicht nur die beruflichen Schulen müssen bei der Digitalisierung besser werden, sondern auch die Unternehmen, die das Thema viel stärker im Arbeitsalltag verzahnen müssen. müssen.

StD Detlef Sandmann
Stellv. Bundesvorsitzender/Pressesprecher
Schriftleiter BILDUNG und BERUF Geschäftsbereich Öffentlichkeit & Presse
Mobil        01751504524  E-Mail       sandmann@bvlb.de

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