Presseinformationen

Hier finden Sie Presseinformationen des VLB Verband der Lehrer
an beruflichen Schulen in Bayern e.V..

Ausbildung 4.0: Digitalkompetenz statt Mangelwirtschaft - PM 16.09.2019 zum Thema Digitalkompetenz in der beruflichen Bildung

BvLB fordert mit Blick auf den DGB-Ausbildungsreport 2019: Berufliche Schulen müssen Kompetenzzentren für berufliche Bildung in der digitalen Transformation werden.

Um bei der dynamisierten Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft Schritt halten zu können, muss die berufliche Bildung „Jenseits des Kabels“ auf allen Feldern revolutioniert und intelligente Konzepte entwickelt werden. Das fordert der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. schon lange und hat gesetzte Standards bei der Digitalisierung des schulischen Alltags definiert: Gigabit für alle, leistungsstarkes W-LAN in allen Klassenräumen, „Bring your own device“ (BYOD) und Cloudtechnologie. Nur vielfach fehlt die technische Ausstattung noch, ebenso wie der Breitbandanschluss und qualifizierte Lehrkräfte. Das offenbart auch der diesjährige Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der jüngst in Berlin vorgelegt wurde und für den über 16 000 Auszubildende befragt wurden. 

„Die Ausbildung 4.0 kämpft mit einer Mangelwirtschaft anstatt mit Digitalkompetenz zu trumpfen“, sagt Joachim Maiß, einer von zwei BvLB-Bundesvorsitzenden und betont: „Die beruflichen Schulen sind das Bindeglied zur Wirtschaft. Die Anforderungen der Betriebe sind maßgeblich für das, was wir vermitteln. Dabei haben wir im Zuge der Digitalisierung die schwierige Aufgabe, für eine Zukunft auszubilden, von der man nicht weiß, wie sie aussieht“, sagt Maiß und manifestiert: „Berufliche Schulen müssen Kompetenzzentren für berufliche Bildung in der digitalen Transformation werden“.

Um hier erfolgreich sein zu können, müssten Technik und Didaktik zusammengeführt werden. Die berufliche Bildung braucht Learn-Labs, wo die Transformation gelebt wird sowie digitale Klassenräume, die über Schulgrenzen hinweg untereinander vernetzt sind und einen Wissenstransfer ermöglichen. „Die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und das notwendige Geld zur Verfügung stellen, um die technisch notwendige Ausstattung flächendeckend zu gewährleisten und entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte aufsetzen zu können“, fordert Eugen Straubinger, ebenfalls Bundesvorsitzender des BvLB. 

Zu diesem Schluss kommt auch die DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte und sagte bei der Präsentation des Ausbildungsreports 2019: „Zu einer guten Ausbildung gehören eine bessere technische Ausstattung und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen ebenso dazu, wie besser qualifiziertes Lehrpersonal und Breitbandanschlüsse für die beruflichen Schulen“. Nur ein Drittel (34,9 Prozent) der befragten Auszubildenden beurteilt die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als sehr gut oder gut. Ebenfalls ein Drittel (32,7 Prozent) sieht sich durch den Berufsschulunterricht nur ausreichend oder mangelhaft auf den Umgang mit digitalen Medien und Technologien gerüstet.  

Nur 54 Prozent der befragten Jugendlichen sehen sich während ihrer Ausbildung gezielt darauf vorbereitet, digitale Technologien auch zu nutzen. Mit der Dauer der Ausbildung sinken diese Werte sogar noch. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) der Auszubildenden optimistisch sind, was ihre Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt angeht, sind es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60 Prozent (60,4%). Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte in Berlin: „Diese Zahlen machen uns Sorge.“  

Der BvLB unterstützt die Forderung des DGB ausdrücklich, dass die Mittel aus dem Digital-Pakt von Bund und Ländern schnell und unbürokratisch an den beruflichen Schulen ankommen müssen. Überdies gilt es, das betriebliche Ausbildungspersonal besser zu qualifizieren. Die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) sollte dafür dringend modernisiert werden. Denn nicht nur die beruflichen Schulen müssen bei der Digitalisierung besser werden, sondern auch die Unternehmen, die das Thema viel stärker im Arbeitsalltag verzahnen müssen. müssen.

StD Detlef Sandmann
Stellv. Bundesvorsitzender/Pressesprecher
Schriftleiter BILDUNG und BERUF Geschäftsbereich Öffentlichkeit & Presse
Mobil        01751504524  E-Mail       sandmann@bvlb.de

PRESSEINFORMATION als PDF-Datei

Pressemitteilung „Berufliche Schulen – immer eine gute Wahl“

Der VLB wünscht allen Schülerinnen und Schülern nicht nur der beruflichen Schulen einen guten Start in das neue Schuljahr 2019/20. Insbesondere begrüßen wir alle neuen Schülerinnen und Schüler, die sich für eines der vielfältigen Bildungsangebote an den bayerischen beruflichen Schulen entschieden haben und wünschen Ihnen auf ihrem Weg in die Beruflichkeit

viel Erfolg.

Die beruflichen Schulen bieten mit ihren differenzierten Bildungsgängen – von der dualen Berufsausbildung über den Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung bis hin zum Abschluss an einer Fachschule/Fachakademie, z. B. als staatlich geprüfter Techniker oder Betriebswirt (DQR-Niveaustufe 6 = Bachelor-Niveau) – vielfältige Möglichkeiten den individuellen Bildungsweg im Anschluss an die allgemeinbildenden Schulen nach Neigung, Begabung und individuellem Berufsziel fortzusetzen.
„Ein Abschluss an einer beruflichen Schule garantiert hervorragende Chancen auf dem Arbeits- und Beschäftigungsmarkt – zumal die bayerische Berufsbildung im bundesdeutschen Bildungsmonitor 2019 vor allen anderen Bundesländer Platz 1 einnimmt“, so der Landesvorsitzende Pankraz Männlein. Die damit attestierte herausragende Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung in Bayern wird es den beruflichen Schulen auch in Zukunft ermöglichen, sich den insbesondere durch die Digitalisierung hervorgerufenen Herausforderungen zu stellen und diese – wie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen – erfolgreich zu meistern. Dafür steht der VLB mit seinen Kolleginnen und Kollegen.


München, 09.09.2019
V.i.S.d.P:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de Telefon: 0176-24337799
Der VLB vertritt die Interessen von über 10 000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

PRESSEINFORMATION als PDF-Datei

 

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl)

Evaluation ist wichtig und muss von allen getragen werden

abl-Lehrerverbände mahnen intensivere Einbeziehung in den neu zu gestaltenden Evaluationsprozess an und fordern eine Verbändeanhörung

„Akzeptanz und gemeinsame Ziele zeichnen einen gelingenden Schulentwicklungsprozess aus, der von der jeweiligen Schulfamilie getragen werden muss. Dabei müssen sich Elemente der internen und externen Evaluation ergänzen und die einzelne Schule vor Ort voranbringen“, so kommentiert der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) und Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Jürgen Böhm, die Ankündigung des Kultusministeriums die externe Evaluation an den Schulen im Freistaat wieder aufzunehmen.

Nach der Aussetzung der „Externen Evaluation“ im Jahre 2018 durch den damaligen Kultusminister Bernd Sibler, soll nun der Prozess laut Kultusministerium im kommenden Schuljahr 2019/2020 an 150 Schulen aller Schularten wieder aufgenommen werden. Die in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände, die alle Schularten in Bayern repräsentieren, mahnen für die kommende Phase der Erprobung der erneuten Einführung einer Externen Evaluation an allen bayerischen Schulen eine intensivere Einbeziehung aller Beteiligten in den gesamten Evaluationsprozess an.

„Dazu müssen die Lehrerverbände im Rahmen einer Verbändeanhörung unbedingt in den Implementierungsprozess eingebunden werden“, so die Vertreter der vier Lehrerverbände.

„Wir konnten im Vorfeld der Beratungen noch nicht alle Fragen restlos klären und fordern eine höhere Transparenz bei der Implementierung des Evaluationsprozesses“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) fest.

Die Landesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG), Walburga Krefting betont: „Zu bedenken ist der vorherrschende eklatante Lehrermangel gerade im Grund- und Mittelschulbereich. In dieser Situation sollte man sehr wohlüberlegt mit Lehrerstellen umgehen, die durch eine Wiedereinführung einer externen Evaluation an diese gebunden wären und den Schülerinnen und Schülern nicht zu Gute kämen.“ Aus Sicht der beruflichen Schulen rät Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB): „Die positiven Erfahrungen mit QmbS (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen) sollten bei de

abl-Lehrerverbände mahnen intensivere Einbeziehung in den neu zu gestaltenden Evaluationsprozess an und fordern eine Verbändeanhörung

„Akzeptanz und gemeinsame Ziele zeichnen einen gelingenden Schulentwicklungsprozess aus, der von der jeweiligen Schulfamilie getragen werden muss. Dabei müssen sich Elemente der internen und externen Evaluation ergänzen und die einzelne Schule vor Ort voranbringen“, so kommentiert der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) und Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Jürgen Böhm, die Ankündigung des Kultusministeriums die externe Evaluation an den Schulen im Freistaat wieder aufzunehmen.

Nach der Aussetzung der „Externen Evaluation“ im Jahre 2018 durch den damaligen Kultusminister Bernd Sibler, soll nun der Prozess laut Kultusministerium im kommenden Schuljahr 2019/2020 an 150 Schulen aller Schularten wieder aufgenommen werden. Die in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände, die alle Schularten in Bayern repräsentieren, mahnen für die kommende Phase der Erprobung der erneuten Einführung einer Externen Evaluation an allen bayerischen Schulen eine intensivere Einbeziehung aller Beteiligten in den gesamten Evaluationsprozess an.

„Dazu müssen die Lehrerverbände im Rahmen einer Verbändeanhörung unbedingt in den Implementierungsprozess eingebunden werden“, so die Vertreter der vier Lehrerverbände.

„Wir konnten im Vorfeld der Beratungen noch nicht alle Fragen restlos klären und fordern eine höhere Transparenz bei der Implementierung des Evaluationsprozesses“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) fest.

Die Landesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG), Walburga Krefting betont: „Zu bedenken ist der vorherrschende eklatante Lehrermangel gerade im Grund- und Mittelschulbereich. In dieser Situation sollte man sehr wohlüberlegt mit Lehrerstellen umgehen, die durch eine Wiedereinführung einer externen Evaluation an diese gebunden wären und den Schülerinnen und Schülern nicht zu Gute kämen.“ Aus Sicht der beruflichen Schulen rät Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB): „Die positiven Erfahrungen mit QmbS (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen) sollten bei der externen Evaluation unbedingt Berücksichtigung finden.“

Der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von mehr als 55 000 Lehrkräften an allen Schularten in Bayern. Amtierender Präsident ist Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes.

Presseinformation als PDF-Datei zum Download

 

VLB-Presseinformation Nationale Weiterbildungsstrategie

Berufliche Schulen unterstützen Nationale Weiterbildungsstrategie

Der VLB begrüßt die von Bund, Ländern, Sozialpartnern und der Bundesagentur für Arbeit beschlossene nationale Weiterbildungsstrategie unter dem Motto „WISSEN TEILEN. ZUKUNFT GESTALTEN. ZUSAMMEN WACHSEN.“

Eine sich dynamisch entwickelnde Informations- und Wissensgesellschaft wird auf Dauer nur dann erfolgreich sein, wenn die qualifizierten beruflichen und akademischen Ausbildungsangebote durch eine entsprechende Weiterbildungskultur flankiert werden. Und dies gilt insbesondere in Zeiten des digitalen Wandels. Nur so können – wie die Bundesregierung richtig feststellt – die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer langfristig erhalten und Arbeitslosigkeit verhindert werden.

Die beruflichen Schulen bieten sich als Institutionen für die Weiterbildung aus mehrfacher Sicht an. Die beruflichen Schulen

  • haben ein äußerst qualifiziertes und erfahrenes Lehr- und Ausbildungspersonal,
  • kennen die Erwartungen von Arbeitsnehmern und Unternehmen,
  • sind der Partner, der Weiterbildungspakete bzw. -module so konzipieren und umsetzen kann, dass ihre Abschlüsse nicht nur Anerkennung im Berechtigungswesen finden, sondern auch Anschlüsse für den Erwerb weitergehender höherwertiger Berechtigungen (bis hin zum Bachelor Professionell, Master Professionell) eröffnen,
  • verfügen über eine moderne Infrastruktur.

„Aus den genannten Gründen sind die beruflichen Schulen als regionale Kompetenzzentren geradezu prädestiniert, diese herausfordernde Aufgabe Erfolg versprechend zu übernehmen“, so der Landesvorsitzende Pankraz Männlein.

Presseinformation als PDF-Datei zum Download

V.i.S.d.P:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de
Telefon: 0176-24337799

Der VLB vertritt die Interessen von über 10 000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

 

VLB-Presseinformation AfD-Onlineportale

16. Dezember 2018

VLB gegen AfD-Onlineportale

Die „Alternative für Deutschland“ hat in den letzten Wochen in den Bundesländern mehrere Onlineportale zur Denunziation von Lehrerinnen und Lehrern eingerichtet bzw. vorbereitet. Dort sollen Lehrkräfte, die sich AfD-kritisch äußern, von Schülerinnen und Schülern denunziert werden.

„Dies ein Versuch, einen Keil zwischen Lehrkräfte und Schülerschaft zu treiben“, so VLB-Landesvorsitzender Pankraz Männlein.

Ein derartiges parteipolitisches Verhalten, das dazu auffordert, Lehrerinnen und Lehrer zu diskreditieren und zu diffamieren, lässt erhebliche Zweifel an der demokratischen Grundeinstellung der AfD aufkommen.
„Nicht akzeptabel ist für uns, dass der Schutzraum Schule in dieser Weise missbraucht wird, wodurch der Erziehungsauftrag und das Schulklima nachhaltig beeinträchtigt werden“, so Männlein weiter.

Eine gute Schule braucht vielmehr ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lernenden und Lehrenden. Dass dies auch in der Zukunft sichergestellt werden kann, ist der Auftrag an alle Demokraten.

Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
Dachauer Straße 4 ı 80335 München ı Telefon 0 89 - 59 52 70 ı Telefax 0 89 - 5 50 44 43
Internet: www.vlb-bayern.de ı E-Mail: info(at)vlb-bayern.de