Presseinformationen

Hier finden Sie Presseinformationen des VLB Verband der Lehrer
an beruflichen Schulen in Bayern e.V..

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl)

Evaluation ist wichtig und muss von allen getragen werden

abl-Lehrerverbände mahnen intensivere Einbeziehung in den neu zu gestaltenden Evaluationsprozess an und fordern eine Verbändeanhörung

„Akzeptanz und gemeinsame Ziele zeichnen einen gelingenden Schulentwicklungsprozess aus, der von der jeweiligen Schulfamilie getragen werden muss. Dabei müssen sich Elemente der internen und externen Evaluation ergänzen und die einzelne Schule vor Ort voranbringen“, so kommentiert der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) und Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Jürgen Böhm, die Ankündigung des Kultusministeriums die externe Evaluation an den Schulen im Freistaat wieder aufzunehmen.

Nach der Aussetzung der „Externen Evaluation“ im Jahre 2018 durch den damaligen Kultusminister Bernd Sibler, soll nun der Prozess laut Kultusministerium im kommenden Schuljahr 2019/2020 an 150 Schulen aller Schularten wieder aufgenommen werden. Die in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände, die alle Schularten in Bayern repräsentieren, mahnen für die kommende Phase der Erprobung der erneuten Einführung einer Externen Evaluation an allen bayerischen Schulen eine intensivere Einbeziehung aller Beteiligten in den gesamten Evaluationsprozess an.

„Dazu müssen die Lehrerverbände im Rahmen einer Verbändeanhörung unbedingt in den Implementierungsprozess eingebunden werden“, so die Vertreter der vier Lehrerverbände.

„Wir konnten im Vorfeld der Beratungen noch nicht alle Fragen restlos klären und fordern eine höhere Transparenz bei der Implementierung des Evaluationsprozesses“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) fest.

Die Landesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG), Walburga Krefting betont: „Zu bedenken ist der vorherrschende eklatante Lehrermangel gerade im Grund- und Mittelschulbereich. In dieser Situation sollte man sehr wohlüberlegt mit Lehrerstellen umgehen, die durch eine Wiedereinführung einer externen Evaluation an diese gebunden wären und den Schülerinnen und Schülern nicht zu Gute kämen.“ Aus Sicht der beruflichen Schulen rät Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB): „Die positiven Erfahrungen mit QmbS (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen) sollten bei de

abl-Lehrerverbände mahnen intensivere Einbeziehung in den neu zu gestaltenden Evaluationsprozess an und fordern eine Verbändeanhörung

„Akzeptanz und gemeinsame Ziele zeichnen einen gelingenden Schulentwicklungsprozess aus, der von der jeweiligen Schulfamilie getragen werden muss. Dabei müssen sich Elemente der internen und externen Evaluation ergänzen und die einzelne Schule vor Ort voranbringen“, so kommentiert der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) und Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Jürgen Böhm, die Ankündigung des Kultusministeriums die externe Evaluation an den Schulen im Freistaat wieder aufzunehmen.

Nach der Aussetzung der „Externen Evaluation“ im Jahre 2018 durch den damaligen Kultusminister Bernd Sibler, soll nun der Prozess laut Kultusministerium im kommenden Schuljahr 2019/2020 an 150 Schulen aller Schularten wieder aufgenommen werden. Die in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände, die alle Schularten in Bayern repräsentieren, mahnen für die kommende Phase der Erprobung der erneuten Einführung einer Externen Evaluation an allen bayerischen Schulen eine intensivere Einbeziehung aller Beteiligten in den gesamten Evaluationsprozess an.

„Dazu müssen die Lehrerverbände im Rahmen einer Verbändeanhörung unbedingt in den Implementierungsprozess eingebunden werden“, so die Vertreter der vier Lehrerverbände.

„Wir konnten im Vorfeld der Beratungen noch nicht alle Fragen restlos klären und fordern eine höhere Transparenz bei der Implementierung des Evaluationsprozesses“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) fest.

Die Landesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG), Walburga Krefting betont: „Zu bedenken ist der vorherrschende eklatante Lehrermangel gerade im Grund- und Mittelschulbereich. In dieser Situation sollte man sehr wohlüberlegt mit Lehrerstellen umgehen, die durch eine Wiedereinführung einer externen Evaluation an diese gebunden wären und den Schülerinnen und Schülern nicht zu Gute kämen.“ Aus Sicht der beruflichen Schulen rät Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB): „Die positiven Erfahrungen mit QmbS (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen) sollten bei der externen Evaluation unbedingt Berücksichtigung finden.“

Der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von mehr als 55 000 Lehrkräften an allen Schularten in Bayern. Amtierender Präsident ist Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes.

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VLB-Presseinformation Nationale Weiterbildungsstrategie

Berufliche Schulen unterstützen Nationale Weiterbildungsstrategie

Der VLB begrüßt die von Bund, Ländern, Sozialpartnern und der Bundesagentur für Arbeit beschlossene nationale Weiterbildungsstrategie unter dem Motto „WISSEN TEILEN. ZUKUNFT GESTALTEN. ZUSAMMEN WACHSEN.“

Eine sich dynamisch entwickelnde Informations- und Wissensgesellschaft wird auf Dauer nur dann erfolgreich sein, wenn die qualifizierten beruflichen und akademischen Ausbildungsangebote durch eine entsprechende Weiterbildungskultur flankiert werden. Und dies gilt insbesondere in Zeiten des digitalen Wandels. Nur so können – wie die Bundesregierung richtig feststellt – die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer langfristig erhalten und Arbeitslosigkeit verhindert werden.

Die beruflichen Schulen bieten sich als Institutionen für die Weiterbildung aus mehrfacher Sicht an. Die beruflichen Schulen

  • haben ein äußerst qualifiziertes und erfahrenes Lehr- und Ausbildungspersonal,
  • kennen die Erwartungen von Arbeitsnehmern und Unternehmen,
  • sind der Partner, der Weiterbildungspakete bzw. -module so konzipieren und umsetzen kann, dass ihre Abschlüsse nicht nur Anerkennung im Berechtigungswesen finden, sondern auch Anschlüsse für den Erwerb weitergehender höherwertiger Berechtigungen (bis hin zum Bachelor Professionell, Master Professionell) eröffnen,
  • verfügen über eine moderne Infrastruktur.

„Aus den genannten Gründen sind die beruflichen Schulen als regionale Kompetenzzentren geradezu prädestiniert, diese herausfordernde Aufgabe Erfolg versprechend zu übernehmen“, so der Landesvorsitzende Pankraz Männlein.

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V.i.S.d.P:
Dr. Jörg Neubauer
E-Mail: redaktion@vlb-bayern.de
Telefon: 0176-24337799

Der VLB vertritt die Interessen von über 10 000 Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen in Bayern.

 

Pressemitteilung BvLB Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V.

08.05.2019

Digitalisierung der beruflichen Bildung „Jenseits des Kabels“
BvLB-Regionalkonferenz in der MMBbS: 100 Experten liefern Impulse

Der Mensch lernt linear, nicht exponentiell. Schneller lernen klappt also nicht. Um bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft dennoch Schritt halten zu können, muss die berufliche Bildung „Jenseits des Kabels“ auf allen Feldern revolutioniert und intelligente Konzepte entwickelt werden. Das ist die Quintessenz der eintägigen Regionalkonferenz des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB). Gut 100 Experten aus neun Bundesländern, darunter Vertreter der Politik, der Schulbehörden und Pädagogen, haben am 3. Mai in der Multi-Media Berufsbildenden Schule (MMBbS) in Hannover in Fishbowls Impulse geliefert, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern.

„Wie sehr die Digitalisierung das Alltagsleben immer weiter verändern wird, kann niemand voraussagen. Gerade die berufliche Bildung steht vor der schwierigen Aufgabe, für eine Zukunft auszubilden, von der man nicht weiß, wie sie aussieht. Um hier erfolgreich zu sein, müssen wir Technik und Didaktik zusammenführen und nicht nur Technik um der Technik willen installieren“, sagte Grant Hendrik Tonne in seiner Eröffnungsrede der BvLB-Regionalkonferenz. Für Niedersachsens Kultusminister gibt es unterschiedliche Handlungsfelder, die im Grunde zeitgleich angegangen werden müssen. Der Themenfächer reicht von der verbindlichen Medienkompetenz-Vermittlung über den Aufbau von Kompetenzzentren für die Lehrerbildung bis hin zur Weiterentwicklung von Cloud-Lösungen.

Für den BvLB sind Gigabit für alle, leistungsstarkes W-LAN in allen Klassenräumen, „Bring your own device“ (BYOD) und Cloudtechnologie gesetzte Standards bei der Digitalisierung des schulischen Alltags, über die man nicht mehr reden muss. „Maßgeblich ist, dass die offensichtlichen Probleme, an denen die Digitalisierung jenseits des Kabels zu scheitern droht, benannt werden“, sagte Joachim Maiß, BvLB-Vorsitzender.

Professor Dr. Andreas Breiter, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Informationsmanagement Bremen GmbH an der Uni Bremen, leitete als Keynote-Speaker in das Thema „Entwicklungen in der digitalen Transformation für die berufliche Bildung in der digitalen Welt“ ein und weitete den Blick aufs Thema. „Wir brauchen Learn-Labs, wo die Transformation gelebt wird und digitale Klassenräume, die über Schulgrenzen hinweg untereinander vernetzt sind und einen Wissenstransfer ermöglichen.“

Julia Gillen, Professorin für Berufspädagogik an der Leibniz-Universität Hannover und Direktorin der Leibniz School of Education, fokussierte als zweite Keynote-Speakerin auf die Frage: „Stehen wir in der beruflichen Bildung aufgrund der digitalen Transformation vor einem Paradigmenwechsel?“ Die Antwort: Pädagogisch nein, technisch schon. „Künftig übernimmt der Lernende die aktive Rolle. Der Lehrende schafft den nötigen Rahmen für relevante Lernfelder. Das ist diametral zum heutigen Frontalunterricht.“

Der Veränderungsprozess ist längst in vollem Gange. „60 Prozent der heute 6- bis 13-Jährigen werden künftig in einem Beruf arbeiten, den es heute noch gar nicht gibt“, sagte Staatssekretär Stefan Muhle vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium als Fishbowl-Diskutant. Nur ein Zahlenbeispiel für den rasanten digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Fokus bei der Konferenz lag auf folgenden Fragen: Wie können didaktische Konzepte für die berufliche Bildung in und für eine digitale Welt aussehen? Welche Rolle übernimmt Schule in einer von der Digitalisierung immer stärker bestimmten Gesellschaft? Für welche Arbeits- und Berufswelt muss Schule künftig ausbilden? Und wie soll die Lehrerbildung als Voraussetzung für eine gelingende Digitalisierung aussehen?

„Aus den Impulsen definieren wir jetzt Handlungsempfehlungen, die beim BvLB-Berufsbildungskongress Mitte November in Berlin in einem Forderungskatalog münden werden. Diesen legen wir dann der Politik vor, um die berufliche Bildung in der digitalen Transformation nachhaltig zu stärken. Die beruflichen Schulen sind das Bindeglied zur Wirtschaft. Die Anforderungen der Betriebe sind maßgeblich für das, was wir vermitteln“, sagten die zwei BvLB- Bundesvorsitzenden Joachim Maiß und Eugen Straubinger unisono.

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Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. vertritt in Deutschland über 39.000 Lehrerinnen und Lehrer.

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl)

29.04.2019

Viele Wege führen zum Erfolg
Übertrittsverfahren sichert die Qualität differenzierter bayerischer Bildung

„Wer Eltern und Kinder mit der Behauptung verunsichert, dass am Ende der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule bereits alle Entscheidungen für ein erfolgreiches Leben gefallen seien, der vergeht sich bewusst an der heranwachsenden Generation und schürt Verunsicherung und Pessimismus“, so kommentiert Jürgen Böhm, der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände und Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), die erneute Scheindiskussion des BLLV zum Übertritt.

Es geht bei dieser emotional und medial aufgeheizten Diskussion nicht um die Schülerinnen und Schüler, sondern um den Versuch, das gesamte erfolgreiche Bildungswesen in Bayern zu schwächen und letztendlich auszuhebeln. Die differenzierten Schularten im Freistaat bieten vielfältige Wege, die alle zum beruflichen und persönlichen Erfolg führen. Gerade die Durchlässigkeit und die Anschlussfähigkeit der einzelnen Schularten und Schulabschlüsse lassen allen Kindern alle Wege offen.

„Wenn heute fast 45% der Hochschulzugangsberechtigungen nicht mehr auf einem Gymnasium erworben werden, dann sieht man die Leistungsfähigkeit der Mittel-und Realschulen, die im Zusammenspiel mit den beruflichen Schulen neben der qualitativen Berufsausbildung auch den Zugang zu Universitäten eröffnen“, so Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB).

Gerade im Vergleich zu anderen Bundesländern, die sich in den vergangenen Jahren von klaren Leistungskriterien und differenzierten Bildungswegen aus politischen und ideologischen Gründen entfernt haben, steht Bayern in Punkto Schulerfolg, Abschlussqualität und Anschlussfähigkeit ins Berufsleben auf einem nationalen und internationalen Spitzenplatz. „Die Entscheidung, wer eine erfolgreiche Fachkraft der Zukunft wird, fällt nicht nach der 4. Jahrgangsstufe. Wir legen daher allen Beteiligten etwas mehr Gelassenheit ans Herz. Unser bayerisches Bildungssystem bietet vielfältige individuelle Bildungswege, welche die jungen Menschen überall ankommen lassen “, so Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands (bpv).

Für den Inhalt verantwortlich:Jürgen Böhm, Vorsitzender des brlv (boehm@brlv.de; Tel. 01511 1715589)

Der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von mehr als 55000 Lehrkräften an allen Schularten in Bayern. Amtierender Präsident ist Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes.

 

VLB-Presseinformation AfD-Onlineportale

16. Dezember 2018

VLB gegen AfD-Onlineportale

Die „Alternative für Deutschland“ hat in den letzten Wochen in den Bundesländern mehrere Onlineportale zur Denunziation von Lehrerinnen und Lehrern eingerichtet bzw. vorbereitet. Dort sollen Lehrkräfte, die sich AfD-kritisch äußern, von Schülerinnen und Schülern denunziert werden.

„Dies ein Versuch, einen Keil zwischen Lehrkräfte und Schülerschaft zu treiben“, so VLB-Landesvorsitzender Pankraz Männlein.

Ein derartiges parteipolitisches Verhalten, das dazu auffordert, Lehrerinnen und Lehrer zu diskreditieren und zu diffamieren, lässt erhebliche Zweifel an der demokratischen Grundeinstellung der AfD aufkommen.
„Nicht akzeptabel ist für uns, dass der Schutzraum Schule in dieser Weise missbraucht wird, wodurch der Erziehungsauftrag und das Schulklima nachhaltig beeinträchtigt werden“, so Männlein weiter.

Eine gute Schule braucht vielmehr ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lernenden und Lehrenden. Dass dies auch in der Zukunft sichergestellt werden kann, ist der Auftrag an alle Demokraten.

Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
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