Wirtschaftsschulen

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Allgemeine Information zu den Wirtschaftsschulen in Bayern können auf den Seiten des Kultusministeriums abgerufen werden.

6. Jahrgangsstufe der Wirtschaftsschule - Gelingensfaktoren

Johann Riedl, Oberstudiendirektor Schulleiter Staatliche Berufsschule II /Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf

So lautete der Titel eines der über 20 Workshops beim 16. Tag der Bayerischen Wirtschaftsschulen am 23. März 2019 an der Wirtschaftsschule Alpenland des Landkreises Rosenheim in Bad Aibling. Dass die Organisatoren damit den Nerv der Zeit getroffen hatten, belegten die Teilnehmerzahlen - der Workshop war binnen kurzer Zeit ausgebucht. Dies war allerdings auch nicht verwunderlich, wurde doch mit Kultusministeriellem Schreiben vom 19. Februar 2019 der Schulversuch für das Schuljahr 2019/2020 auf weitere 14 Schulen ausgedehnt, um dann ab dem Schuljahr 2020/2021 in die Regelform übergeführt zu werden. Als Referent fungierte OStD Johann Riedl, Schulleiter der Staatlichen Berufsschule II und der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf, einer Wirtschaftsschule, die seit Beginn des Schulversuchs im Schuljahr 2013/2014 Modellversuchsschule ist.

Zunächst ging Riedl auf die Genese der „6. Jahrgangsstufe an Wirtschaftsschulen“ ein und beschrieb den langen Weg vom Antrag der FDP-Fraktion vom 10.07.2012, in dem die Staatregierung aufgefordert wurde, einen Modellversuch zu starten, bei dem die bayerische Wirtschaftsschule bereits ab der 6. Jahrgangsstufe beginnt, bis zur Überführung der Jahrgangsstufe 6 als Regelform der künftigen Wirtschaftsschule ab dem Schuljahr 2020/2021. In dieser Skizzierung fehlten auch nicht die zahlreichen Bemühungen aus den Reihen der Mittelschulen, die Ausweitung der Wirtschaftsschulen auf eine 6. Jahrgangsstufe zu verhindern, wenngleich das dabei vorgebrachte Argument „Gefährdung der Mittelschulen“ bei einem Anteil der Wirtschaftsschüler von 2,5 Prozent in der Jahrgangsstufe 8 über alle Schularten hinweg, wenig stichhaltig ist und die Mittelschulen wohl nur in ganz wenigen Einzelfällen Auswirkungen aus der Einführung einer 6. Jahrgangsstufe an Wirtschaftsschulen spüren dürften. Auch den „Freifahrtschein“ für die Wirtschaftsschulen bei der Aufnahme der Schülerinnen und Schüler in die Jahrgangsstufe 6 bezeichnete Riedl als Erfindung, soll sich doch der Schulleiter bei der Aufnahmeentscheidung für die Jahrgangsstufe 6 an den Aufnahmevoraussetzungen für die Jahrgangsstufe 7 orientieren und die sehen einen Notendurchschnitt von mindestens 2,66 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik vor.

Diese Vorgabe wurde zwischenzeitlich in der KMBek vom 12. März 2019 nochmals konkretisiert. Anschließend berichtete Riedl über die Erfahrungen seit Einführung einer Jahrgangsstufe 6 an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf. Dabei konnte Riedl ausnahmslos mit positiven Erfahrungen und Erkenntnissen aufwarten: So hätten die Anmeldezahlen zu jedem Aufnahmetermin ausgereicht, zwei sechste Klassen zu bilden. Auch die „Überlebenschancen“ für die Sechstklässler waren extrem gut. So erreichte von den zwischenzeitlich gut 130 Schülerinnen und Schülern, die die 6. Jahrgangsstufe bislang durchlaufen haben, nur ein Schüler das Ziel der Jahrgangsstufe nicht. Auch die Zufriedenheit der Eltern mit der 6. Klasse sei extrem gut. So haben in den bisherigen fünf Evaluationen jeweils zum Schuljahresende der 6. Klasse die Eltern bei einer Spannbreite von 83 bis 100 Prozent zu 93 % angegeben, dass die schulischen Anforderungen an ihre Kinder angemessen gewesen seien. Dementsprechend würden bei einer Spannweite zwischen 88 und 100 Prozent auch 93 % der Eltern ihre Kinder wieder für eine 6. Klasse an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf anmelden. Diese positiven lokalen Ergebnisse korrelieren auch mit dem Evaluationsbericht des Schulversuchs durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), wonach gerade die Förderung im sprachlichen und mathematischen Bereich in der Jahrgangsstufe 6 die Grundlage für einen erfolgreichen Besuch der Wirtschaftsschule schafft und die Schülerinnen und Schüler des Schulversuchs damit signifikant bessere Abschlussprüfungsergebnisse erreichen.

Insgesamt konstatierte Riedl deshalb, dass die Einführung einer 6. Jahrgangsstufe für alle Beteiligten ein Gewinn sei: Einerseits für die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, weil der Übertrittsdruck in der vierten Jahrgangsstufe der Grundschule reduziert wird. So kann auch nach der 5. Jahrgangsstufe eine weiterführende Schule mit guten Perspektiven und ohne Verlust eines Schuljahres besucht werden. Andererseits für die gesamte Schulart Wirtschaftsschule, weil mit der Einführung einer 6. Jahrgangsstufe jede einzelne Wirtschaftsschule näher an den Zeitpunkt der eigentlichen Schullaufbahnentscheidung heranrückt und sich damit jede Wirtschaftsschule als echte Alternative zumindest zur Realschule positionieren kann. Im zweiten Teil des Vortrages beleuchtete Riedl die Gelingensfaktoren für die Etablierung einer sechsten Jahrgangsstufe. Riedl identifizierte zumindest für den Standort Deggendorf fünf verschiedene Bereiche.

Gelingensfaktor 1 - Öffentlichkeitarbeit analog

Auch im Zeitalter von Facebook und Co. sind nach Ansicht des Deggendorfer Schulleiters Presseberichte in den lokalen Printmedien nach wie vor wichtig, um die Wirtschaftsschule vor Ort im Blick der Öffentlichkeit zu halten. Geeignet dafür sind insbesondere Pressekonferenzen, z. B. im Vorfeld zur Einführung der 6. Jahrgangsstufe, bei Teilnahme an Modellversuchen oder generell bei innovativen Vorhaben und Projekten.

Gelingensfaktor 2 - Öffentlichkeitarbeit digital

Tatsächlich erreicht man mit Facebook, Instagram und Twitter nachweislich eine größere Öffentlichkeit. Riedl belegte dies zum einen mit Zahlen. So wurden mit fünf Werbeanzeigen in Facebook innerhalb von rund vier Wochen über 14.000 Personen erreicht. In Instagram konnten über 11.000 Klicks auf gepostete Bilder verzeichnet werden. Twitter dagegen hat zumindest in Deggendorf keine entsprechende Relevanz. Zum anderen beantworten in der regelmäßigen internen Evaluation die Eltern der Abschlussschüler die Frage „Wie sind Sie auf die WS DEG aufmerksam geworden?“ zunehmend mehr mit der Option „Durch Social-Media-Kanäle, z. B. Facebook, Instagram, Twitter, …“

Gelingensfaktor 3 - Info-Veranstaltungen

Die Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf bedient dennoch weiter die traditionellen Kanäle der Informationspolitik - Besuch der Informationsveranstaltungen der Grundschulen zur Schullaufbahnentscheidung, eigene Informationsveranstaltungen, Durchführung eines Tages der offenen Tür, Informationsabende speziell für die Jahrgangsstufe 6 oder für das Ganztagesangebot der Schule. Hingewiesen wird auf die schulinternen Veranstaltungen per Inserat und selbstverständlich auf der Homepage und in den Social-Media-Kanälen.

Gelingensfaktor 4 - Aufnahme/Organisation

Ein wesentliches Moment für die erfolgreiche Etablierung der 6. Jahrgangsstufe sieht der Deggendorfer Schulleiter in der verantwortungsbewussten Entscheidung bei der Aufnahme in die Jahrgangsstufe 6. Weniger ist manchmal mehr, so Riedl. Soll heißen, dass die Schulleitung bei der Aufnahmeentscheidung genau hinschauen sollte - sowohl auf das Notenbild, insbesondere mit den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik als auch auf die Bemerkungen zu Anlage, Mitarbeit und Verhalten im Zwischen- oder im Jahreszeugnis der Mittelschule. Ein „Vorstellungsgespräch“ rundet den Eindruck über die interessierten Schülerinnen und Schüler ab und liefert relativ verlässliche Prognosen über die Erfolgsaussichten an einer Schule mit höheren Anforderungen und höherer Lerngeschwindigkeit. Ebenso wichtig für den schulischen Erfolg an der Wirtschaftsschule ist nach Ansicht von Riedl, wenige und vor allem geeignete Lehrkräfte in der Jahrgangsstufe 6 einzusetzen. Ein wenig „Mütterlichkeit“ oder „Väterlichkeit“ in der 6. Klasse schaden nicht, so Riedl.

Gelingensfaktor 5 - Kümmern

Die wesentliche Erfolgskomponente ist für Riedl jedoch das Kümmern um die Schüler und die Eltern. In der Schule muss ein guter Geist herrschen, Schüler und Eltern müssen gleichermaßen ernst genommen und beteiligt werden. Auf Schülerseite werden dazu vielfältige Aktionen und Projekte durchgeführt. Die Palette reicht dabei von den „Kennenlerntage im Schullandheim“ gleich zu Beginn des Schuljahres, über „Zeit für uns“, „Lernen lernen“, „Methodentraining“ „Lesenacht“, Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung, Einstudieren und Aufführung eines Musicals und dgl. mehr. Selbstverständlich haben die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, in institutionalisierter Form ihre Sicht zum Ausdruck zu bringen. Dazu wird Ende November/Anfang Dezember eine Punktabfrage analog zur Notengebung zu Parametern wie „Ist die Notengebung für dich nachvollziehbar?“, „Fühlst du dich auf die Proben gut vorbereitet?“, „Weißt du, welcher Stoff in den Prüfungen von dir verlangt wird?“, „Wie beurteilst du den Lehrer-Schüler-Umgang“ oder „Gehst du gerne in die Wirtschaftsschule“ durchgeführt und anschließend insbesondere mit der Klassenleitung diskutiert. Am Schuljahresende erfolgt eine umfangreichere Online-Befragung der Sechstklässler, die wiederum Anregungen für Planung und Organisation der folgenden sechsten Klasse liefert. In ähnlichem Umfang werden die Eltern der Schülerinnen und Schüler beteiligt. In einem separaten Elternabend erhalten die meist noch sehr engagierten und interessierten Eltern ein erstes Stimmungsbild über die Klasse und werden umgekehrt gebeten, ebenfalls per Punktabfrage ihre bisherigen Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen. Die Items auf der Zielscheibe entsprechen dabei weitgehend den Items auf der „Schüler-Zielscheibe“. Am Ende des Schuljahres wird eine detaillierte Rückmeldung per Online-Fragebogen erbeten.

Insgesamt, so Riedl, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, um eine sechste Klasse an einer Wirtschaftsschule zu füllen. Zwar können die Wirtschaftsschulen nun früher auf dem Markt auftreten, allerdings treffen die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern die Schullaufbahnentscheidung in Großteilen immer noch zu einem Zeitpunkt, an dem die Wirtschaftsschulen kein Angebot unterbreiten können. Von daher trägt eine sechste Klasse nach Meinung des Deggendorfer Schulleiters nicht per se zur Rettung der Schulart Wirtschaftsschule bei. Vielmehr wird es darauf ankommen, dass die Wirtschaftsschule vor Ort ein Gesamtangebot schnürt, das Eltern und Schüler motiviert, die Schullaufbahnentscheidung um ein Jahr zu Gunsten der zusätzlichen Reifung und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler und damit zu Gunsten der Wirtschaftsschule zu verschieben.

Zur Kritik des BLLV an der neuen 6. Jahrgangsstufe der Wirtschaftsschule - Das Beste fürs Kind

ARGE Bayerische Wirtschaftsschule

In einer Pressemitteilung vom 21.02.2019, kritisiert die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, die beschlossene Veränderung an der Bayerischen Wirtschaftsschule – abrufbar unter www.bllv.de/vollstaendiger-artikel/news/bllv-kritisiert-frueheren-beginn-der-wirtschaftsschule

Grund ist die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, die Wirtschaftsschule in der sechsten Klasse beginnen zu lassen. (vgl. nebenstehende Pressemitteilung des KM)

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerische Wirtschaftsschule reagiert im Folgenden auf die Kritik des BLLV. Der ARGE, derzeit unter unserem Vorsitz, gehören die folgenden Verbände/Vereinigungen an: LEV (Landeselternvereinigung der öffentlichen Wirtschaftsschule in Bayern e. V.), VdP Bayern (Landesverband im Verband Deutscher Privatschulverbände), DBW (Direktorenvereinigung bayerischer Wirtschaftsschulen) und unser VLB.

 

Kritik des BLLV nicht nachvollziehbar

Die Präsidentin des BLLV, der nach eigenen Aussagen größten Berufsorganisation von Pädagogen in Bayern ist und für sich in Anspruch nimmt, die Interessen der derzeit 1 000 Mittelschulen mit ihren über 200 000 Schülerinnen und Schülern zu vertreten, fühlt sich durch die 78 Wirtschaftsschulen mit ihren 18 000 Schülerinnen und Schülern gefährdet.1

Wie sonst ist die Aussage zu verstehen, dass die „…Entscheidung für einen früheren Beginn der Wirtschaftsschule… der Mittelschule erheblichen Schaden“ zufüge und „das Schulsterben“ (der Mittelschule) beschleunige? Wie ernst kann man diese Aufregung nehmen, wenn man davon ausgehen kann, dass diese Aussage in Kenntnis der Tatsache gemacht wird, dass sich die Mittelschule nach den demografischen Rückgängen längst erholt hat und ihren Schüleranteil in den letzten 3 Jahren von 27 % auf 30 % steigern konnte?1 Dass der Mittelschule ein Zuwachs für die kommenden Jahre von 7 % prognostiziert wird, ist der Präsidentin des BLLV ist sicher auch bekannt.1

Simone Fleischmann verteufelt mit Begriffen wie „besonders dreist“ die Zugangsvoraussetzungen in eine 6. Klasse mit Aussagen wie „… die Aufnahmebedingungen von Schülerinnen und Schülern für den Besuch … der Wirtschaftsschule (liegen) in der Hand der jeweiligen Schule“, was im Übrigen nicht den Tatsachen entspricht. Dabei weiß sie gleichzeitig, dass es an der Mittelschule Zugangsvoraussetzungen gibt wie die

  • Erstellung einer Lerndiagnose
  • Beratung der Erziehungsberechtigten
  • Empfehlung Notendurchschnitt von 2,66 in D, M, HSU in Klasse 4 bzw. D, M, E in Klasse 5
  • Letztentscheidend der Elternwille

Ganz wirr und unverständlich wird die Argumentation, wenn Fleischmann versucht, einen Keil zwischen die verschiedenen Trägerschaften zu treiben. Vertritt der BLLV nicht auch die Interessen von öffentlichen und privaten Schulen? Und was soll die Frage, ob mit der Einführung einer 6. Klasse an der Wirtschaftsschule dem staatlichen Schulsystem oder einer bestimmten Schulart das Wasser abgegraben werden soll? Auch stellt sich die Frage, ob der Präsidentin des BLLV der Unterschied zwischen einer beruflichen Schule und einer berufsorientierten Schule nicht bekannt ist.

Um eines im Zusammenhang mit der Einführung einer 6. Klasse als Eingangsklasse bei Wirtschaftsschulen deutlich zu sagen: Die 6. Klasse als Eingangsklasse ist lediglich ein freiwilliges Angebot von Wirtschaftsschulen an die Schülerinnen und Schüler. Wie überhaupt die verschiedenen Schularten nur Angebote machen können und die Eltern entscheiden dann, welches Angebot sie annehmen wollen, weil es am besten zu ihnen und vor allem zu ihrem Kind passt.

 

Dennoch sind wir uns einig?

Und da sind wir uns plötzlich wieder einig mit Simone Fleischmann. Unter der Überschrift „Das Beste fürs Kind“ hat sie im Februar 2019 eine Reihe wichtiger und interessanter Aussagen gemacht, bspw.: „Ich denke das Wichtigste beim Übertritt auf eine weiterführende Schule ist: Die Schule muss zum Kind passen“2). So ist es. Kinder sind verschieden, sie müssen, wie die BLLV-Präsidentin richtig bemerkt, in ihrem „Entwicklungsprozess mit (ihren) Kompetenzen, mit (ihren) Stärken und Schwächen, Bedürfnissen und Potentialen wahrgenommen werden“2).

Diese Unterschiedlichkeit der Kinder braucht unterschiedliche Angebote und -auch da finden wir eine Übereinstimmung - je mehr Lehrerinnen und Lehrer und unterschiedliche Schularten ihr Angebot machen, „…desto besser gelingt es die richtige Entscheidung im Sinne der Kinder zu treffen“2). Wer soweit in seiner Erkenntnis gekommen ist, kann unmöglich auf dem Standpunkt stehen, dass das Angebot an die Eltern und die Kinder nicht verbessert werden darf. Im Gegenteil, alle Schulen, die möglicherweise passende, Angebote machen, müssen dort, wo die Kinder und Eltern es erwarten, auch zu finden sein. Und wo erwarten die Eltern die Angebote der verschiedenen Schularten? Natürlich an der Stelle an der sie ihre Entscheidung über die weitere Schullaufbahn treffen wollen. Und das ist sicher nicht die 7. Jahrgangsstufe, ja, für die meisten Eltern nicht einmal die 6. Jahrgangsstufe.

Je breiter das schulische Angebot am Entscheidungspunkt ist, desto eher findet jedes Kind die Schule, die zu ihm passt. Wenn wir uns in diesem Punkt einig sind, gibt es nichts mehr was bei vernünftiger Betrachtung gegen das Vorziehen der Eintrittsmöglichkeiten an eine Wirtschaftsschule spricht.

Wie sagt die Präsidentin des BLLV, Simone Fleischmann so treffend: Was das Beste für die Kinder ist, das „ist eine Schule, die dafür sorgen kann, dass sich Schüler gut aufgehoben fühlen und sich bestmöglich entfalten können. Egal welche Schulart das ist“2). Und das kann auch die Wirtschaftsschule sein. Lassen wir die Eltern und ihre Kinder entscheiden.

 

1) Zahlen laut ISB Bildungsbericht Bayern 2018

2) Schule und Bildung Nr. 34 v. 9/10. Februar 2019